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2 (1896) Organische Chemie
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Heptosen, Octosen, Nonosen.

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C 6 H 12 0 6 -j- 2H 2 0, wird durch Einwirkung von Jodwasserstoffsäure auf Que-brachit: C 6 H 11 (CH 3 )0 6 , erhalten. Feine, hei 238° C. schmelzende Nadeln, diein Wasser leicht löslich sind. Linksdrehend: [«]j, = 63°.

Der Quehrachit findet sich in der Quebrachorinde. Suhlimirhare, bei186° C. schmelzende, in Wasser leicht lösliche Nadeln.

Bacemo-Inosit: G 6 H 12 0 6 , durch Vereinigung von -j- undInosit ge-bildet, ist wasserfrei. Er schmilzt bei 253° C.

Sorbin: C 6 H 12 0 6 (Sorbinose, Sorbose), kommt im Safte der Vogel-beeren (Sorbtis aucuparia) anscheinend nicht präformirt vor, sondern wird erstbei langem Stehen desselben, vielleicht durch Oxydation des Sorbits: C 6 H u O c ,gebildet. Es bildet farblose, leicht lösliche, süss schmeckende Krystalle, derenLösung linksdrehend ist: [«]j> = 43,4°. Es reducirt alkalische Kupfer-lösung. Bei der Oxydation mit Salpetersäure entsteht zunächst Aposorbinsäure(siehe S. 531), bei weiterer Einwirkung Weinsäure, Traubensäure und Oxal-säure. Durch Beduction mit Natriumamalgam entsteht Sorbit: C ti H 14 0 ,i (sieheS. 265). Das Sorbinosazon schmilzt bei 163° C.

Quercin: C 6 H 12 0 2 + xH 2 0, soll sich in den Mutterlaugen der Quercit-darstellung aus Eicheln finden. Earblose, leicht verwitternde, hexagonale Pris-men , die bei 342° schmelzen. Optisch inactiv; nicht gährungsfähig. DasQuercin löst sich in Wasser 1 : 66, reducirt Eehling'sche Kupferlösung nicht,wohl aber ammoniakalische Silberlösung.

Scyllit: C 6 H 12 0 6 , kommt in den Nieren der. Haifisches und des Kochenvor. Monokline, schwach süss schmeckende Prismen, die in Wasser schwererlöslich sind als Inosit. Wird durch Bleiessig kleisterartig gefällt.

Volemit: C 6 H I2 0 6 (?), soll sich in Lactucarius volemus finden. Bechts-drehende, bei 140° C. schmelzende, nicht reducirend wirkende Krystalle.

Eucalin: C 12 H 22 O u (Melibiose), tritt als Spaltungsproduct derMelitoseauf, wenn letztere mit Hefe vergohren wird. Syrupartige rechtsdrehende Masse.

Turanose: C 12 H 27 O u , entsteht neben Traubenzucker beim Erwärmenvon Melizitose mit verdünnten Säuren. Zerfliessliche, amorphe Masse. Bechts-drehend.

Heptosen, Octosen, Nonosen.

Monosaccharide (siehe S. 817), welche mehr als sechs Atome Kohlenstoffenthalten, sind bisher in der Natur nicht aufgefunden worden, lieber ihrekünstliche Darstellung aus den Hexosen siehe S. 820. Die auf diese Weise zu-nächst erhaltenen Heptosen lassen sich durch Wiederholung jener Beactionenin Octosen, bezüglich Nonosen überführen.

Glucoheptose: C 7 H u 0 7 , aus Glucose erhalten, bildet farblose, schwachsüss schmeckende Krystalle, die in 10,5 Thln. kalten Wassers löslich sind.Schwach linksdrehend. ^-Glucoheptose: C 7 H u 0 7 , neben «-Glucoheptoseentstehend, ist syrupartig. Glucooctose: C 8 H 16 0 8 -|- 2H 2 0, krystallisirt infeinen Nadeln; linksdrehend. Glucononose: C 9 H 18 0 9 , ist ein schwach rechts-drehender Syrup.

Mannoheptose: C 7 H u 0 7 , aus -[-Mannose dargestellt, bildet feine,rein süss schmeckende, bei 134° C. schmelzende Nadeln; stark rechtsdrehend.Mannooctose: C 8 H 16 0 8 , ist ein schwach linksdrehender, rein süss schmecken-der Syrup. Mannononose: C 9 H 18 0 9 , bildet warzenförmige Krystallmassen;rechtsdrehend. Die Mannononose vergährt mit Bierhefe.