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Ammbasen.
Sie ist eine zweibasische und dreiatomige Säure, die aber nieist nur zweiAtome "Wasserstoff gegen Metall austauscht. Ihre Salze sind mit Ausnahmeder Alkalisalze in AVasser schwer löslich oder unlöslich. Mit überschüssigenBasen liefert sie, ähnlich wie die Chelidonsäure, gelbe, drei Atome Metall ent-haltende Salze.
Durch Eisenoxydsalze färbt sich die Lösung der Mekonsäure und ihrerSalze blutroth. Diese Färbung verschwindet nicht heim Erwärmen mit Salz-säure — Unterschied von Essigsäure —, auch nicht beim Zusatz von Gold-chlorid — Unterschied von Ehodanverbindungen —; Zinnchlorür bewirkt einVerschwinden dieser Färbung, die jedoch auf Zusatz von etwas Kaliumnitritwiederkehrt.
Beim Kochen mit Wasser oder Salzsäure zerfällt die Mekonsäure in Kohlen-säureanhydrid und in einbasische Komen säure: C 6 H 4 0 5 , die in harten, inWasser schwer löslichen Warzen krystallisirt. Bei der trockenen Destillationgehen Mekonsäure und Komensäure, unter Entwickelung von Kohlensäure-anhydrid, in Pyrokomensäure: C 6 H*0 3 , über. Letztere krystallisirt inleicht löslichen, hei 121,5° C. schmelzenden Tafeln.
n. A m i n b a s e n.(Amine, Amidbasen, Ammoniakbasen.)
Als Aminbaseu bezeichnet man eine Gruppe stickstoffhaltiger, basischerVerbindungen, welche aufzufassen sind als Ammoniak, in dem ein odermehrere Wasserstoffatome durch Alkoholradicale ersetzt sind.
Leiten sich diese Aminbasen nur von einem Molecül Ammoniak ab, sobezeichnet man dieselben als Monamine, während die von zwei, bezüglichvon drei Molecülen Ammoniak sich ableitenden Basen Diamine, bezüglichTri am ine genannt werden, z. B.:
ICH 3 (C 2 H* (C 3 H' J
N H WH 2 N 8 {h 3
Ih 1h 2 U 3
Monamin Diamin Triamin.
1. Monamin
Je nachdem in dem Ammoniakmolecüle ein, zwei oder drei AtomeWasserstoff durch einwerthige Alkoholradicale (Alkyle) ersetzt sind, unter-
scheidet man zwischenaminen, z. B.:
/CH 3
X HPrimäres
primären, secundären und tertiären Mon-
/CH 3
sfCH 3\HSecundäres
/CH 3
NfCff
\CH 3
Tertiäres
Monamin.
Behufs Darstellung der als einsäurige Basen fungirenden Monamine erhitztman gewöhnlich die Jod- oder Bromverbindungen einwerthiger Alkoholradicalemit alkoholischem Ammoniak in geschlossenen Gefässen auf etwa 100°, z. B.: