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Ketoue.
Das Glyoxal ist eine farblose, zerfliessliche Masse, welche bei der Oxyda-tion zunächst Glyoxylsäure als syrupartige Flüssigkeit, und weiter Oxal-säure liefert.
Mit concentrirtem, wässerigem Ammoniak verbindet sich das Glyoxal zuCH-NH,Glyoxalin: | ^OH, welches in farblosen, bei 88 bis 89° schmelzenden
CH- N "Prismen krystallisirt. Neben Glyoxalin entsteht Glycosin: C 6 H 6 N' t , alsamorphe Masse mit basischen Eigenschaften. Hydroxylamin führt das Glyoxal
CH=N.OH
in Glyoxim: j , über; farblose, rhombische, bei 178°C. schmelzende
C H=N. 0 HKrystalle.
Ausser dem Glyoxal kennt man von der Gruppe der Doppelaldehydegnliän-2Q 2 bis jetzt keine weiteren Vertreter.
Als Oxyaldehyde oder Aldehydalkohole sind der Glycolsäure-
ATT
aldehyd: CH 2 „q,j (nur in wässeriger Lösung bisher bekannt; durch Ein-wirkung von kaltem Barytwasser auf Monobromaldehyd entstehend), und das
O TT
Aldol: C 3 H e „„„, aufzufassen (vergl. S. 290). Dickes, in Wasser leicht lös-liches Oel.
g) K e t o n e.
(Acetone.)
Als Ketone oder Acetone bezeichnet man eine Gruppe organischerVerbindungen, welche aus zwei einwerthigen Alkoholradicalen bestehen,die durch die zweiwerthige Gruppe CO, die „Carbonylgruppe", zu-sammengehalten werden. Sind die beiden Alkoholradicale in den Ketonendie gleichen, so bezeichnet man letztere als einfache Ketone, sinddieselben von einander verschieden, so nennt man sie gemischteKetone, z. B.:
CH 3 C 2 H 5 CH 3 CH 3
CO CO
CH 3 C2H 6
Einfache Ketone
CO CO
I I
C 2 H 5 C 3 H?
Gemischte Ketone.
Die Ketone stehen in naher Beziehung zu den Aldehyden, indemman sie auffassen kann als Aldehyde, in denen das Wasserstoffatom derGruppe COH durch ein einwerthiges Alkoholradical ersetzt ist; z. B.:CH 3 CH 3
C=0
I
H
Acetaldehyd
C=0
!
CH 3
Dimethylketon.