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2 (1896) Organische Chemie
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Aethyläther.Amyläther..............C 6 H n . 0 . C 5 H n

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Cetyläther.............. C 16 H 3S . 0 . C 16 H 83

Der Methyläther: CH 3 .O.CH s , welcher metamer mit dem Aethyl-alkohol: C a H 5 .OH, ist, bildet sich bei der Destillation eines Gemisches vonMethylalkohol und concentrirter Schwefelsäure. Zur Darstellung desselben er-hitzt man in einem, mit Bückflusskühler versehenen Kolben ein Gemisch aus1,3 Thln. Methylalkohol und 2Thln. concentrirter Schwefelsäure und leitet dasentweichende Gas durch Natronlauge. Farbloses, ätherartig riechendes, bei— 21° C. verdichtbares Gas vom specif. Gewichte 1,617 (Luft = 1). Wasserlöst 37 Vol., Schwefelsäure 600 Vol. des Gases.

Der Methyl-Aethyläther: CH 3 . 0 , C 2 H B , siedet bei +11°. Derselbewird durch Einwirkung von Jodmethyl auf Natriumäthylat oder von Jodäthylauf Natriumrnethylat in äquivalenten Mengen gewonnen. Die hierbei ent-wickelten Dämpfe sind zunächst durch verdünnte Natronlauge von 15° C, danndurch ein Chlorcalciumrohr und endlich in ein durch Kältemischung stark ab-gekühltes Gefäss zu leiten. Von Bichardson als Anästheticum empfohlen.

Aethyläther: C 2 H s .O.C 2 HA

Moleculargewicht: 74.(In 100 Thln., C: 64,87; H: 13,51; 0: 21,62.)

Syn.: Aether, Aether sulfuricus, Naphta vürioli, Aether, Schwefeläther.

Geschichtliches. Der Aethyläther, gewöhnlich schlechtwegAether genannt, ist zuerst von Valerius Cordus im Jahre 1540 alsOleum vürioli dulce durch Destillation gleicher Volume Alkohol undSchwefelsäure dargestellt worden. Diese Entdeckung blieb jedoch un-beachtet und wurde daher der Aether im Jahre 1730 von Neuem durchApotheker Frobenius in London entdeckt.

Da man den Aether als umgewandelte Schwefelsäure betrachtete, sobezeichnete man ihn, zur Unterscheidung von anderen Aetherarten, alsSchwefeläther oder Aether sulfuricus. Val. Rose zeigte im Jahre1800, dass der Aether keinen Schwefel enthalte. Die Zusammensetzung,die Eigenschaften und die Bildung dieser Verbindung studirten besondersSaussure, Boullay, Dumas, Mitscherlich, Liebig und Andere.Die heutigen Ansichten über die Bildung des Aethers sind hauptsächlichdurch Williamson im Jahre 1851 begründet worden.

Darstellung. Die Darstellung des im Handel'befindlichen Aethyläthersgeschieht gegenwärtig ausschliesslich in chemischen Fabriken nach demunter 3. im Vorstehenden beschriebenen Verfahren. Zu diesem Zwecke erhitztman in einer bleiernen oder verbleiten, mit guter Kühlvorrichtung versehenenDestillirblase ein Gemisch aus 9 Gew.-Thln. concentrirtester Schwefelsäure und5 Gew.-Thln. Alkohol von 96 Proc. zum Sieden (etwa auf 140 bis 145° C.) undlässt alsdann vermittelst eines Bleirohres, welches in die siedende Flüssigkeiteintaucht, derartig Alkohol in die Destillirblase einfliessen, dass das Siedennicht unterbrochen wird.

Wie bereits oben erwähnt, bildet sich beim Vermischen von Alkohol undSchwefelsäure zunächst Aetbylschwefelsäure und Wasser:

S c h m i d t, pliarmaceutische Chemie. II. jg