Sieclepunktsregelmässigkeiten organ. Verbindungen. 67
Von isomeren Kohlenwasserstoffen mit offener Kohlenstoff kette, sowiederen Derivaten (s. Pentylalkohole und Pentylsäuren), pflegen diejenigen denhöchsten Siedepunkt zu haben, welche die wenigsten Seitenketten im Molecüleenthalten, z. B.:
CH 3 CH' CH 3 CH 3 CH 3
CH 2CH 2
CH
CH 2
ICH 3
0/\
CH 3 CH 3
CH 3
Noi-males Pentan Isopentan Tetramethylmethan
37 bis 39° 30° 9,5°
Bei den Kohlenwasserstoffen mit geschlossener Kohlenstoffkette scheintdiese Regelmässigkeit nicht vorhanden zu sein.
"Werden in den Kohlenwasserstoffen "Wasserstoffatome durch andere Ele-mente oder Atomgruppen ersetzt, so wird hierdurch der Siedepunkt um somehr erhöht, je mehr Substitutionen stattgefunden haben, z. B.:
Aethan Monochloräthan Dichloräthan Trichloräthan
C 2 H 4 C1 258,5°
C 2 H 3 C1 3
7S0
PentachloräthanC 2 HC1 B
158°
Hexachloräthan
C 2 C1 6182°
C 2 H g C 2 H 5 C1
Gas 12°
Tetrachloräthan
C a H 2 Cl*
127,5°
Propan Propylalkohol
C 3 H 8 C 3 H 7 .OH
Gas 97°
Von den isomeren Monosubstitutionsprodueten der Kohlenwasserstoffe mitoffener Kohlenstoffkette haben die an endständigen Kohlenstoffatomen ent-stehenden Substitutionsproducte gewöhnlich einen höheren Siedepunkt, als diean mittelständigen Kohlenstoffatomen gebildeten, z. B.:
CH 3 CH 3 CH 3 CH 3 CH 3 CH 3
Propylenglycol
C 3 H 6 (OH) 2 "
188°
GJycerin
C 3 H 5 (OH) 3
290°
CH
CH 2
CH
CH.OH
C.OHCH 2
CH 2 .OH CH 3 CH 3
Primärer Amylalkohol Secundärer Amylalkohol Tertiärer Amylalkohol131,4° 112,5° 102,5°
Bei den isomeren Disubstitutionsproducten wird die Höhe des Siedepunkteswesentlich beeinflusst von der Stellung, welche die substituirenden Elementeoder Atomgruppen zu einander einnehmen, z. B.:
CH 2 C1 CH 3
Aethylenchlorid: ] _., Aetliylidenchlorid: |
CH 2 C1
CHC1 2
85°
58,5°