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Elementar-Handbuch der Pharmacie : mit Berücksichtigung der sämmtlichen deutschen Pharmacopöen und Medicinalordnungen
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Kopffüssler.

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Kiefern versehen. Der Rumpf ist mit einem Hautlappen (Mantel) um-geben.

Körperbau. Der aus dem Mantel hervorragende Kopf der Cepha-lopoden ist gross, der Mund wird aus zwei schnabelförmigen Kiefern ge-bildet, die Augen sind Linsenaugen. Den Kopf umgeben 8—10 beweg-liche, mit Saugnäpfchen versehene Arme, die ausser zum Greifen, Anklam-mern, auch als Bewegungsorgane dienen. Unterhalb des Kopfes verengertsich der Mantel trichterförmig. Die Cephalopoden athmen durch Kiemen.Die Verdauungsorgane sind entwickelt, es ist eine Lunge, ein fleischi-ger Magen, ein spiralförmiger Blindsack, eine grosse Leber vorhanden. Inder Eingeweidehöhle ist eine Drüse vorhanden, welche eine schwarze fär-bende Flüssigkeit enthält, die in einen häutigen Sack, den Dintensack, sichergiesst. Die Cephalopoden der Vorzeit waren viel zahlreicher vertreten,als die jetzt Lebenden. Diese sind meist nackt, und haben statt der Schalegewöhnlich nur ein Rudiment, welches in dem Mantel steckt. Sie sindgetrennten Geschlechtes.

Lebensweise und Wohnorte. Die Cephalopoden nähren sichvon Meerthieren. Sie umschlingen dieselben mit ihren Armen, vermittelstderen sie sich ausserordentlich fest ansaugen können. Ihre sehr hartenKiefern ermöglichen ihnen das Durchbeissen der härtesten Schalen, inner-halb derer sie dann die Körper der darin wohnenden Thiere aufsuchen undverzehren. Oft findet man sie auf diese Weise Thiere tödten und verzehren,welche weit grösser sind als sie selbst. Sie legen zahlreiche Eier, welcheschnür- oder traubenförmig an einander gereiht sind, Meertrauben. EsBind ausschliesslich Meerbewohner. Hier halten sie sich, oft in sehr gros-ser Anzahl, an Felsen oder Meerpflanzen mit ihren Armen fest. Ihre Be-wegung im Wasser geschieht vermittelst ihrer Arme. Zuweilen ergiessensie dabei die dintenförmige Flüssigkeit in das Wasser. Dass dies denZweck haben sollte, sich den Nachstellungen zu entziehen, oder im Trübenzu Aschen, ist ihnen wohl blos angedichtet worden.

Nutzen gewähren sie nur unbedeutend. Die Rückenknochen derDintenfische, os sepiae, und der Farbestoff, Sepia, kommen in denHandel.

Es gehören zu den Cephalopoden : Gemein er Diu tenfisch, Sepia of-ftcinalis, Körper röthlich punktirt, in allen europäischen Meeren, die Rücken-platte sind die ossa sepiae, deren Hauptbestandteil kohlensaure Kalk-erde ist. Sepia ist eine bräunlichschwarze Flüssigkeit, der Inhalt deshäutigen Dintensackes der Dintenfische, sie dient zum Malen. Ausserdemsind zu erwähnen: Papierboot, Argonauta argo; Schiffsboot, Nau-tilus pompilius; Meerspinne, Octopus vulgaris etc.

Die fossilen Cephalopoden haben schon in der Bildungsperiodedes Uebergangsgebirges gelebt. Das Dasein einiger (Ammoniten) reichtnur bis zur tertiären Erdbildungsperiode, andere (Belemniten) findet mannicht mehr über der Kreide. Zu erwähnen wären besonders: Ammons-hörner, Ammonites; Donnerkeile oder Belemniten, Belem-nites.

LX. Klasse.Kopfträgerthiere. Cephalophora.

Die Cephalophoren sind Molluscen mit deutlichem Kopf und ei-nem Fuss.

Körperbau. Der Körper der Cephalophoren ist meistens cyliuder-

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