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Elementar-Handbuch der Pharmacie : mit Berücksichtigung der sämmtlichen deutschen Pharmacopöen und Medicinalordnungen
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Hantflügler. Honigbiene.

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Weibchen

Männchen

Ameisensäure stellt man fabrikmässig aus Amylum, Schwefelsäure undManganhyperoxyd dar.

f. Blumenwespen oder Bienen. Zwischen Hüften und Schenkelnur ein Glied, das erste Tarsenglied der Hinterbeine zusammengedrückt,flach und behaart.

Dahin gehören die Biene, Apis und die Hummel, Bombus.

Honigbiene. Apis mellifica.

Fig. 382. Der Körper der Honigbiene Fig.

382 ist 5—7 Linien lang, braunschwarz,mit grauröthlichen Haaren besetzt. DieMännchen, Drohnen, haben keinenStachel, ihre Augen sind gross, Fig.382, der Kopf dadurch dicker erschei-nend und die Flügel überragen beiihnen den Hinterleib. Das Weibchen,auch Königin, Mutterbiene, Weisel ge-nannt, hat kürzere Flügel, eben so dieGeschlechtslosen, bei beiden überragensie den Hinterleib nicht. Das Weib-chen ist grösser als die Geschlechts-losen und zwar um so mehr als nachder Befruchtung ihr Hinterleib sich lang streckt. Dagegen haben die Ge-schlechtslosen entwickeltere Mundtheile und sind mit längeren Haarenbesetzt.

Lebensweise und Wohnorte. Die Honigbiene lebt in grossenGesellschaften. Man nennt eine solche Gesellschaft einen Stock oderSchwärm. In demselben befinden sich etwa 1000 und mehrere Männ-chen, Drohnen: Geschlechtslose (Weibchen mit verkümmerten Ge-schlechtstheilen) in verschiedener Anzahl 6000 — 20,000 und immer nur 1Weibchen, Königin, Weisel. Die Geschlechtslosen sind die allein ar-Fig. 383. beitenden Bienen, daher Arbeitsbienen. Sie

haben an den Hinterbeinen eine Vertiefungnach Aussen, Körbchen, Fig. 383, womitsie den Blumenstaub einsammeln und nachdem Stock bringen. Sie sammeln diesen aufden verschiedensten Blüthen. Besonders gernvon der Linde, dem Klee, den Erica ■ undCaluna-Arten. Die giftigen Gewächse werdenvon ihnen gemieden. Doch sind auch Fällebeobachtet worden, wo Bienenhonig giftigeEigenschaften hatte und diese wahrscheinlichvon Giftpflanzen herrührten. Die zuckerhaltigen Säfte der Blüthen werdenvon den Arbeitsbienen eingesogen und in einer Erweiterung ihrer Speise-röhre dem Vormagen zu Honig verarbeitet. In dem eigentlichen Magenbefindet sich kein Honig. Bei der Rückkehr in den Stock entleeren die Bie-nen ihren in dem Magen befindlichen Honig in die dafür bereit gehaltenenaus Wachs gefertigten Zellen. Aus dem Blüthenstaube ziehen sie gleich-falls ihre Nahrung. Sie verzehren ihn entweder gleich, oder heben ihn fürspätere Zeit in Zellen auf. Nach jeder Nahrung, gleichviel ob dieselbe ausBlüthenstaub, Honig, zuckerhaltigen Blüthensäften, oder aus reinem Zuckerbesteht, schwitzt ein" Exsudat durch ihre Körperwand und setzt sielan den mittleren Hinterleibsringen in Form kleinerer, zarter Scheibchen ab

Körbchen