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Elementar-Handbuch der Pharmacie : mit Berücksichtigung der sämmtlichen deutschen Pharmacopöen und Medicinalordnungen
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813
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Die Vtlanzenzelle.

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erhalten die Bezeichnung : zusammen gesetzte Pflanzen Organe. Jenachdem sie dem einen oder dem andern Zwecke der Pflanze dienen, be-zeichnet man sie als : Organe der Ernährung und Eiit wick elung,oder als Organe der Fortpflanzung und Vermehrung.

Die Pflanzenzelle.

Zellen. Die Pflanzenzelle durchläufteine Reihe von primitiven Zuständenwir noch nicht im Stande gewesen

Die Urbildung

einer

ausreichend zuLinie im Durch-

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durchsichtigen Haut gebildeteSaft gefüllt sind und keine Oeff-

Die Gestaltung der Zellen. Die Pflanzenzelle durchläuft, ehesie als solche auftritt,der Pflanzenzelle sinderklären. Die Zellen stellen kleinemesser betragende, aus einerSchläuche vor, die meistens mitnung haben.

Die Grundform der Zellen ist die kuglige, doch haben sich aus die-ser Grundform, je nach Zweck und Umgebung, die Zellen oft andersgestaltet.

Der in den lebendigen Zellen befindliche Saft ist nicht an die Zellegebannt, worin er sich befindet, sondern er bewegt sich, trotzdem dieZellen keine Oeffnungen besitzen, in eigentümlicher Weise von Zelle zuZelle und macht diese Bewegung oder Circulation des Zellensafteseinen der Elementarvorgänge des Pflanzenlebens aus.

Zwischen der zarten Wandung der Zellen und der in denselben be-findlichen Flüssigkeit lagert sich nach und nach eine neue Schicht ab, durchwelche die Wandung der Zelle verdickt und, da die Ablagerung nichtgleichmässig geschieht, die Zelle selbst in ihrer Gestalt verändert wird.Da dieser Vorgang nicht in einer, sondern in allen den unendlich vielenbenachbarten Pflanzenzellen vor sich geht, so wird durch die Verengerungim Innern der einzelnen Zeile auch ein Druck nach der Umgebung d. i.auf die Wandungen der benachbarten Zellen ausgeübt. Denselben Druck,den die einzelne Zelle aber ausübt, empfängt sie selbst von den benach-barten Zellen, da diese unter denselben Verhältnissen in ihrer Entwicke-lung vorschreiten. Hierdurch entstehen aus der ursprünglich kugligen Zelle,elliptische, röhrige, kegelförmige, vieieckige, kantige, po-röse, getüpfelte Zellen.

Ausserdem ist die nicht gleichmassig stattfindende Ablagerung in derZelle die Ursache, dass die ursprünglich gleichmässig dünnwandigen Zel-len mit Spalten, Ringen, mit Netzwerk und mit Spiralwindun-gen versehen erscheinen.

Kugelige Zellen. GeschiehtFig. 271. die Ablagerung innerhalb der Zellen-

wände gleichmässig nach allen Rich-tungen , so behalten die Zellen ihre ku-gelige Form, wie in Fig. 271 bei. Diegleichmässige Ablagerung aber wirdbedingt von einer gleichmässigen Er-nährung und diese wiederum durch einegleichmässige Thätigkeit der Zellen-vJVJ' wandung. Daraus geht aber auch wie-

der hervor, dass nur dort wo die Zel-lenwandungen so viel wie möglich unbeengt wirken, eine gleichmässige Er-nährung stattfinden kann und finden sich daher die kugeligen Pflanzenzel-len hauptsächlich nur in den lockeren Pflanzengebilden, wie z. B. im Markder Früchte.

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