Sedimentgestein.
Hervorquellen der inneren geschmolzenen oder gallertartigen Massen führen.Diese beide Phasen, die natürlich auf den Berührungspunkten im Innernder Erde in einander übergehen, begreift man unter der eigentlichen plu-tonischen Epoche und die Gesteine selbst bezeichnet man als eigentlicheplutonisehe Gesteine. Diejenigen plutonischen Gesteine, welchedie erste erkaltende Erddecke bildeten (Gneis, Glimmerschiefer, Urthon-schiefer etc.), welche in Folge dieser Bildung eine dem entsprechende gleich-massige Lagerung haben müssen, bezeichnet man als kry stallinischeSchiefergesteine, eigentliches Urgebirge; dagegen jene pluto-nischen Gesteine, welche durch gewaltsames Hervorquellen, aber in dererwähnten primitiven Weise ohne Mitwirkung von Vulkanen entstandensind, als eruptives Gestein, krystallinisches Massengebirge.Feuerbildungen unter dem Einflüsse vulkanischer Thätigkeit sind die vul-kanischen Gesteine.
Sedimentgesteine. Alle neptunischen Gesteine sind entstandenals Niederschläge, entweder in Folge chemischer Wechselwirkung, oder blosnach dem Gesetz der Schwere aus den im Wasser in fein vertheilten Zu-stande befindlichen Stoffen. Wie verschieden auch sonst die Bestandtheileälterer und jüngerer neptunischer Gesteine, der Uebergangs-, Flötz-, ter-tiären und quaternären Gebirge sind, ihrer Entstehungsart nach sind sie alleSedimentgesteine. —
So wahrscheinlich diese unsere gegenwärtige Grundansehauung vonder Entstehung der festen Erdrinde und die daraus gefolgerten und weiterausgedehnten Erklärungen auch erscheinen, so muss doch nicht ver-gessen werden, sie als das zu betrachten, was sie sind: als diejenigeNatur anschauung, welche wir vermöge unser es jetzigen Stan-des des Wissens und Beobachtens einnehmen. Es ist gewiss,dass dieselbe, wenigstens soweit, als sie sich nicht auf wirkliche Beobach-tungen, sondern nur auf Annahmen stützt — und dies thut sie zum aller-grössten Theile — kommenden Zeitaltern eben so absurd erscheinen wird,als uns gegenwärtig die des Aristoteles. Wir müssen nicht vergessen, dasswir diese Anschauung unternehmen von dem gegenwärtigen Standpunkteunserer geistigen Entwickelung, und dass dieser Standpunkt kein abge-schlossener, beendeter ist, ja dass wir uns aufrichtig sagen müssen, wiemangelhaft, unvollkommen derselbe ist. Ferner vergessen wir nicht, dass wirden Einfluss der Kräfte und der durch sie erzeugten Wechselwirkung nach un-seren gegenwärtigen Beobachtungen voraussetzen, dass dieser Einfluss aberwahrscheinlich ein ganz anderer geworden ist. Aus solchem Grunde wirddie genaue Feststellung der Bildung der Erdoberfläche auch dann nichtmöglich sein, wenn Jahrtausende der fortströmenden geistigen Entwickelungdes Menschengeschlechtes diesem noch ganz andere, unendlich grössere, vonuns nicht geahnete geistige Mittel verschafft haben werden.
Dies alles wird hier gesagt, um der angedeuteten Anschauung denempyrisch-chemischen Gesichtspunkt zu nehmen, den sie überwiegend an-zunehmen beginnt und der Lehrer und Schüler veranlasst, die darnach ge-modelte Geschichte der Schöpfung unseres Erdballes und seiner Oberfläche wieein Dogma zu behandeln. Ein solches ist sie aus den erwähnten Gründen nicht.Sehr wahrscheinlich wird uns eine geläuterte Anschauung lehren, dass wirdie Erde innerhalb der gegenwärtigen und der vergangenen Phasen ihrerBildung als ein Organon, ein Wesen, zu betrachten haben. Ist sie einsolches, erhält und entwickelt sie sich aus der Urquelle eines organi-schen Processes heraus, so werden ihre Entwickelungsvorgänge und Er-gebnisse aus der Eigenthümlichkeit dieses Wesens, wie es von demSchöpfer der Welten geschaffen ist, zu erklären sein. Bildungsvorgang
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