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Elementar-Handbuch der Pharmacie : mit Berücksichtigung der sämmtlichen deutschen Pharmacopöen und Medicinalordnungen
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Gestein alehre.

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dere Minerale dagegen treten mächtiger auf, sie bilden Lager von grosserMächtigkeit oder füllen weite Gänge und Adern wie z. B. Eisen-, Zink-,Zinn-, Blei- etc. Erze. Endlich treten verhäilnissmässig nur einige wenigeMineralien in so grosser Ausdehnung und oft so ungeheurer Mächtigkeitauf, dass sie durch ihre ganz überwiegend vorherrschende Masse, die alleranderen an demselben Theile der Erdrinde vorhandenen Mineralien in Ab-hängigkeit von sich erscheinen lassen. Sie umgeben, bedecken oder schlies-sen alle anderen Mineralien ein und bilden, wenig verändert durch diesenfremden Gehalt, an der Stelle der Erdoberfläche, an welcher sie herischen,in der Eigenthümlichkeit ihrer Bildungsformen den Grundtypus der Gestal-tung der äusseren und inneren Erdrinde. Diese Mineralien nennt manvorzugsweise Gesteine oder Gebirg s- und Felsarten.

Gleichartige oder einfache und gemengte Pelsarten. DieCharakteristik der Felsarten lässt sich nicht so eng begrenzen, wie die dereinzelnen Mineralien. Die zwei Hauptanhaitspunkte für diese, die ehemischeZusammensetzung und die Krystallisation sind in Bücksicht auf die Fels-arten aus dem Grunde nicht zu verwenden, weil die chemischen Bestand-teile der Felsarten in den weitesten Grenzen wechseln und die Felsartenmit seltenen Ausnahmen, keine Krystallform zeigen. Man charakterisirt dieFelsarten daher vorwiegend nach empyrischen Merkmalen.

Betrachtet man ein Stückchen eines Kreidefelsens oder eines Gyps-bruches und dagegen ein Stück Granit, so bemerkt man, dass Kreide undGyps in den einzelnen Stückchen und in dem gesammten Kreidefels oderGypsbruche überall ein Gemenge gleichartiger Theile sind, während Granitaus einem Gemenge ungleichartiger Theilchen Quarz, Feldspath, Glim-mer besteht. Dieselben Unterschiede zeigen alle Felsarten. Diejenigen,welche aus Gemengen gleichartiger Theilchen bestehen, hat man einfacheoder gleichartige Felsarten oder Gesteine, diejenigen dagegen,welche aus ungleichartigen Theilchen zusammengesetzt sind, gemengteoder ungleichartige Felsarten oder Gesteine genannt.

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Gleichartige oder einfache Felsarten.

Sie sind meist einfarbig, weil sie immer vorwiegend nur aus einemMinerale bestehen. Die meisten und wichtigsten gleichartigen Felsartenz. B. Kohle, Steinsalz, Kalkstein, Gypsfels, Kalk und Thonmergel, Quarz,Braun-, Thon-, Magneteisenstein etc. haben wir bereits in der Oryktognosiekennen gelernt.

Gemengte Felsarten.

Unter den Felsarten, welche ein mehr oder weniger deutliches Gemengeverschiedener Mineralien sind, unterscheidet man solche, deren Gemeng-theile Krystallkörnchen, Blättclien oder sehr feine staubähnliche Form ha-ben und bei denen diese Gemengtheile ohne ein eigentliches Bindemittel,sondern nur durch Einigung unter sich verbunden sind. Diese Fels-arten' nennt man krystallinische gemengte Felsarten. Nächst diesen giebtes geinengte Felsarten, deren Gemengtheile aus eckigen oder abgerundetenStücken, aus grösseren oder kleineren Ueberbleibseln zertrümmerter Fels-arten bestehen, welche durch thonige, kalkige oder kieselhaltige Binde-mittel zusammengehalten werden; diese gemengten Felsarten bezeichnetman durch Mörtelgestein oder Trümmer- Gemengfei sar teu.