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Gruppe Bor, Kalium.
Berühmt wegen ihrer Grösse und Schönheit sind folgende Diamanten:Wer grosste aller Diamanten 300 Gramm schwer gehört dem Rajah vonMatun aufBorneo. Der des ehemaligen Grossmoguls, 279 Gramm, hat, eineskleinen Fleckes ohngeachtet, 4 Millionen Rthlr. Werth. Der dem kai-serich russischen Juwelen - Schatz gehörige ist von Katharina IL für 2 1 /*Millionen Franken und eine Leibrente von 100,000 Franken erkauft wor-den. Er soll unter den merkwürdigsten Erlebnissen an jenen Ort gekom-mtl S w' rlu ge einer Brah ma-Statue gedient haben und 34 MillionenKthlr Werth haben. In der Krone Frankreichs ist der wegen seiner Schön-heit berühmte von dem Regenten (Herzog Orleans) gekaufte, daher Regentbenannte Brillant Weniger verbürgt ist die Nachricht, dass der grosstealler Diamanten der Welt sich in dem Portugiesischen Schatze befindet.Dieser soll aus Brasilien stammen, 1680 Karat, ungefähr 356 Gramm —/4 rreuss. Ftund schwer sein und nach verschiedener Schätzung 400—1600Millionen 1 haier an Werth haben. Bei den Diamanten steigt der Werthmit der Grosse. Das Karat kleinerer Steine gilt roh 30 — 40 Gulden, alsBrillant geschliffen 80 — 90 Gulden. Ein Brillant, der 1 Karat wiegt, gilt100 — 150 Gulden. Ein Brillant, der 1 Gramm wiegt, gilt schon 2500Gulden. ° ö
2. Graphit, Plumbago. Kommt unkrystallirt, in derben Stücken,eingesprengt in Gangarten, oder in Nestern im Urgebirge vor. Gefügeblatterig, tafelförmig; Bruch schieferig; H = 1. Spec. Gew. — 2,4.Bestandtheile Kohle 96. Eisen 4. Farbe stahlgrau, schwarz. Fund-orte: Bayern, bei Passau, England, Barrowdale in Cumberland. Ver-wendung. Zu Passauer und Ypser Schmelztiegel; ausserdem zu Bleistiftenin Bayern und England. Ofenschwärze.
3. Anthracit. Fast reine Kohle, in derben Massen mit muscheli-gem Bruch. H=2. Spec. Gew. I, 4 —1, 7 . Farbe schwarz. Vorkom-men. England, Sachsen. Verwendung. Feuerungsmaterial. Steinkohle,Braunkohle, Torf gehören hierher.
Gruppe: Bor.Borsäure (Bo0 3 .HO).
Borsäure findet sich in den vulkanischen Gegenden, auf der Insel Vul-cano in Toscana, in der Nähe von Siena bei Sasso und wird hier Sassolin
genannt. Hier bildet sie krystallinische Blättchen oder einen Anflug oder
Ueberzug der Erde. Natürliche Borsäure ist leicht zerreiblich, ihr spec.
Gew. = 1,48. Die Farbe ist durchscheinend, weiss, der Geschmacksäuerlich bitter.
Verwendung. Zur Bereitung der reinen Borsäure und des Borax.
Boracit (Bo0 3 .M g O).
Boracit krystallisirt als Tetraeder, vorzüglich aber in Würfeln. Er be-steht aus Borsäure und Magnesia. H = 7, Spec. Gew. = 3, 0 ; undeut-lich spaltbar, glasglänzend doppelte Strahlenbrechung. Farhe, Farblosoder gelb oder grauweiss. Fundorte. Lüneburg und Holstein.
II. Klasse. Mineralien der Metalle.
I. Ordnung. Mineralien der Alkali- und Erdalkalimetalle.
Gruppe: Kalium.
Salpeter, natürlicher KaO.NO 5 .
Krystallform, Bautige Säulen, meistens als nadeiförmiger Anflug.