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Elementar-Handbuch der Pharmacie : mit Berücksichtigung der sämmtlichen deutschen Pharmacopöen und Medicinalordnungen
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756
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T56

Quantitative Bestimmung.

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Silber wird als Chlorsilber bestimmt. Man trennt das Silber-oxyd durch Chlorwasserstoffsäure aus Lösungen, die man durch Salpetersäuresauer macht. Der Niederschlag wird gut ausgewaschen, gesammelt', aufeinem möglichst kleinen Filtrum getrocknet. Das Filtrum verglüht manauf einem Platindeckel, der Niederschlag wird in einem Porzellantiegel er-hitzt bis er klar und ruhig schmilzt, gewogen und aus dem erhaltenenChlorsilber die Menge des Silbers berechnet.

Silberoxyd trennt man sicher und vollständig von allen in Salpeter-säure, Chlorwasserstoffsäure und Königswasser löslichen Verbindungendurch Chlorwasserstoffsäure, in welchen Säuren das gebildete Chlorsilberunlöslich ist.

Strontium und Strontianerde bestimmt und trennt man als schwe-felsaure Strontianerde. Schwefelsaure Strontianerde ist nicht ganzunlöslich in Wasser aber fast absolut unlöslich in verdünntem Weingeist.Man dampft die Lösung des Strontiansalzes mit Schwefelsäure ein, setzt derconcentrirten Mischung Alkohol zu und wäscht den Niederschlag mit ver-dünntem Weingeist aus , trocknet, glüht und berechnet aus der schwefel-sauren Strontianerde die Menge der Strontianerde oder des Strontiums.

Vom Baryum trennt man Strontium durch Kieselfluorwasserstoffsäure.Kieselfluorstrontium bleibt gelöst. Kieselfluorbaryum schlägt sich nach ei-niger Zeit vollständig nieder, wird ausgewaschen , getrocknet und darausBaryterde berechnet. Strontianerde bestimmt man in der Lösung durchSchwefelsäure.

Thonerde wird als Thonerde bestimmt. Man trennt die Thon-erde durch Fällung vermittelst kohlensauren Ammons. Der gallertartigeNiederschlag wird mit heissem Wasser wiederholt und gut ausgewaschen,sonst täuscht man sich stets. Er wird vollständig getrocknet und dann ge-glüht, gewogen, und aus der erhaltenen Thonerde die Menge der Verbin-dung berechnet.

Von den Alkalien trennt man Thonerde durch kohlensaures Ammon,von der Talkerde durch Ammoniak in stark mit Chlorammonium ver-setzten Lösungen. Von der Kalkerde trennt man Thonerde durch mög-lichst rasches Fällen vermittelst vollständig von kohlensaurem Ammonfreien Ammoniaks. Von Strontian- und Baryterde trennt man Thonerde durchSchwefelsäure. Vom Zinkoxyd durch Schwefelwasserstoff und Kalilcsung,von Eisenoxyd durch Kalihydrat, in welchem Thonerde gelöst wird und danndurch Chlorwasserstoffsäure und kohlensaures Ammon gefällt werden kann.

Wasser ist bei der quantitativen Analyse sehr vieler fester Körperzu berücksichtigen. Pulverförmige Körper ziehen sehr rasch Wasser ausder Atmosphäre an. Dieserhalb müssen die geglühten Niederschläge sorasch wie möglich gewogen werden. Wasser bestimmt man, wenn keineflüchtigen Verbindungen vorhanden sind und die Verbindungen sich dadurchnicht verändern, als solches durch den Verlust, den der Körper beim Trocknenresp. vorsichtigem Glühen erleidet. Substanzen, die sich an der Luft verändern,glüht man bei Ausschluss der Luft in Retorten. Will man Wasser unmit-telbar bestimmen, wenn man z. B. Kohlensäure etc. zu berücksichtigen hat,die sich zugleich verflüchtigen kann, so geschieht dies, indem man dieVerbindung in einem Kolben erhitzt und die Dämpfe durch ein gewogenesmit frisch geglühtem Chlorcalcium gefülltes Glasrohr gehen lässt, das Rohrdann wieder wiegt, das Mehr des Gewichtes kommt auf Rechnung desabsorbirten Wassers. In den Säuren bestimmt man die Anwesenheit desWassers durch Bestimmung des spec. Gewichtes der Mischung und Berech-nung der wasserfreien Säure, oder noch bestimmter dadurch, dass man dieSäure an eine Base bindet, die damit ein wasserfreies Salz giebt z. B,