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Asphalt. Kautschuk.
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Asphalt.
Synon. Asphaltum. Bitumen Judaicum. Erdharz. Judenpech.
Vorkommen. Asphalt gehört in die Reihe der Produkte, die durch diebei dem Verharzen vorgehenden Prozesse, aus den flüssigen.im Erdinnern vor-handenen Kohlenwasserstoffverbindungen hervorgegangen sind. Es ist also inder That ein Erdharz. Man findet es im aufgeschwemmten Lande mit Sandund Thon gemengt. Wo derartige Lager in das Wasser hineinreichen wirdes von demselben herausgespült und fortgeschwemmt; so unter andern an denUfern des todten Meeres und einigen Binnenseen. Man gewinnt Asphalt ausdem Asphaltsteine, den man gräbt und mit kochendem Wasser behandelt.Dabei fallen die erdigen Bestandteile zu Boden und Asphalt wird in halb-flüssiger Form abgeschöpft und dann durch Schmelzen gereinigt.
Zusammensetzung. Asphalt besteht aus mehreren Harzen undgeringen Mengen eines ätherischen Oeles.
Eigenschaften. Asphalt bildet eine tief schwarzbraune, glänzendeMasse mit muscheligem glänzendem Bruche. Er ist in Wasser unlöslich, da-gegen leicht in Weingeist und Terpenthinöl löslich. Er riecht bituminös undwird durch Reiben elektrisch. In der Wärme bei 100° C. schmilzt Asphalt,entzündet sich, hoher erwärmt, und brennt mit stark russender Flamme.
Verwendung. Asphalt hat eine ausgedehnte technische Verwen-dung gefunden. Er verdankt diese seiner Eigenschaft mit geeigneten Stof-fen in der Hitze gemengt, eine steinharte den Einflüssen der Luft und demWasser gleich gut widerstehende Masse — Asphaltpflaster — zu geben.Alles das, was indess hierzu verwendet wird und in der Technik den Na-men Asphalt führt, ist keineswegs nur der eben erwähnte Asphalt. Mangiebt gegenwärtig einer ganzen Reihe von Stoffen, die man bei der Reeti-fication von brenzlichen Oelen, Leuchtstoffen, Photogen, Erdölen etc.als Rückstand erhält, den Namen Asphalt.
Kau tschuck.
Synon. Resina elastica. Gummi elasticum. Caoutchouk.
Vorkommen und Gewinnung. Kautschuk ist in dem Milchsaftvieler Pflanzen enthalten, wird aber vorzugsweise aus dem Milchsafte derSiphonia cachuchu, deren Milchsaft ungefähr 0,3 davon enthält und eini-gen Ficus-Arten gewonnen. Brasilien und Guyana liefern die grössten Men-gen Kautschuk für den Handel. Man macht dort Einschnitte in die Bäume,lässt den dicken zähen Milchsaft in Gefässe fliessen und taucht in denselbenungebrannte Lehmformen. Der Saft trocknet auf diesen bald und erhältdann durch wiederholtes Eintauchen die erforderliche Dicke. Der Lehmwird durch Aufweichen in Wasser entfernt.
Zusammensetzung. Kautschuk besteht aus 8 Aeq. Kohlenstoffund 7 Aeq. Wasserstoff. Es ist indess sehr wahrscheinlich, dass dieseElemente zu verschiedenen näheren Verbindungen geeint sind. Bei dertrocknen Destillation liefert es drei Kohlenwasserstoffverbindungen, Kauf-sehen, Kautsehin und Heveen, deren Gemenge unter dem NamenKautschuköl in den Handel vorkommt.
Eigenschaften. Das reine frische Kautschuk ist fast weiss, etwasdurchscheinend und von 0,925 spec. Gew. Das im Handel vorkommendeKautschuk ist von bräunlicher oder braunschwarzer Farbe. Bei gewöhnli-cher Temperatur ist Kautschuk sehr elastisch, frische Schnittflächen haftenaneinander gedrückt, fest. Niedrigere Temperatur verändern diese Eigenschaf-ten wesentlich, es wird durch diese weniger elastisch. Bei höheren Temperatur-graden -f- 35° verliert es jene Eigenschaften gleichfalls; bei -f- 200° C. schmilztes zu einer klebrigen Masse und wird, noch höher erhitzt, ganz zersetzt.