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Humuskörper. Alkaloide. Chromogene. Aetherische Oele.
negativ - chemischen Charakter: Santonin , Digitalin , Mekonin gehörenhierher.
Humuskörper. Die wesentlichsten und wichtigsten Bestandtheileder Ackererde sind stickstofffreie geruch- und geschmäcklose organischeKörper, die Humuskörper. Sie sind aus der Zersetzung organischer Körperhervorgegangen. Die Hauptquelle für sie ist die Cellulose, die Holz-substanz. Cellulose ist wie Zucker, Gummi und Stärke zusammengesetzt,sie ist ein Kohlenhydrat und zerfällt in Humus und dessen Metamorphosen,die Humuskörper.
Die Eigenschaften, durch welche die Humuskörper den pflanzlichenOrganismen die für ihre Entwicklung notwendigsten Bedingungen ge-währen, bestehen in der Fähigkeit der Humuskörper das Wasser aufzu-nehmen und lange Zeit festzuhalten, in der Fähigkeit Ammoniak zu absor-biren und denselben in die als Nahrungsquelle für die Pflanzen erforderli-chen Phasen zu bringen, endlich in der Eigenschaft in Kohlensäure undWasser zu zerfallen und diese gleichfalls den Pflanzen als Nahrungsquellenzu bieten.
Alkaloide. Eine Reihe, ganz besonders in medicinischer Hinsichtwichtiger organischer Körper sind die Alkaloide oder organischenBasen. Ihre hervorstechende chemische Eigenthümlichkeit ist ihre Ana-logie mit den anorganischen Salzbasen. Die Alkaloide verbinden sich wiedie anorganischen Basen mit Säuren zu Salzen.
Die elementaren Bestandtheile der Alkaloide sind: Stickstoff, Koh-lenstoff, Wasserstoff und Sauerstoff. Ihr Gehalt an Sauerstoffsteht nicht im Verhältniss zu ihrer Sättigungscapacität, wohl aber ist diesmit ihrem Stickstoffgehalt der Fall, und man hat daher auch versucht ins-besondere die sauerstofffreien Alkaloide als zusammengesetzte Ammoniak-verbindungen zu erklären.
Eingetheilt werden die Alkaloide in: Sauerstofffreie, sauer-stoffhaltige und schwefelhaltige Alkaloide.
Amidhaltige Körper sind solche, die man sich zu denken hat alsVerbindungen der organischen Säuren mit Ammonium, aus denen aberdabei 2 Aeq. Wasser ausgetreten sind.
Chromogene und Farbestoffe. Die Träger der im organischenReiche vorkommenden Farben sind die Farbestoffe. Die meisten Farbstoffestammen aus dem Pflanzenreiche. In den Pflanzen sind dieselben theilsschon als Farbestoffe gebildet enthalten, wie z. B. alle farbigen Pflanzensäfteoder sie sind darin nur als Stoffe enthalten, aus denen sich durch den Einflussanderer Agentien erst dieTarbestoffe erzeugen. So ist z. B. der Indigo inden Indigofera-Pflanzenarten, aus denen er dargestellt wird, ursprünglich alsfarbloser Pflanzensaft vorgebildet. Erst durch den Einfluss des Sauerstoffesder Luft wird aus diesem farblosen Farbengrundstoffe dann der Indigo erzeugt.Diese farblosen Grundstoffe nennt man Farbenerzeuger, Chromogene.
Die Farbstoffe werden eingetheilt in Pflanzenfarbestoffe und Farbe-stoffe__ aus^dem-Thierreiche.
Aet.herische Oele, jHarze'unjd Balsame. Eine Reihe offici-neller Körper, die alle aus Kohlenstoff, Wasserstoff und Sauerstoff bestehenund manchmal auch Schwefel enthalten, liefern die ätherischen Oele, Harzeund Balsame.
A e t h er i|s]c h^e " t O t e l,,e.§ \ Unzersetzt flüchtige, meistens flüssige,grösstentheils aus'__Kohlenstoff und Wasserstoff bestehende, aus dem Pflan-zenreiche stammende organische Körper von starkem durchdringenden Ge-ruch nennt man ätherische Oele.
Balsame. Durch den oxydirenden Einfluss des Sauerstoffes der Luft