einfachen und zusammengesetzten Körper.
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Säuren. Viele Verbindungen des Sauerstoffes, besonders die desSauerstoffes mit den Metalloiden, z. B. mit Schwefel, Stickstoff, Phosphoretc. haben charakteristische Eigenschaften, sie verhalten sich elektronegativ,viele von ihnen färben blaue Pflanzenfarben, Lakmus, Veilchen etc. roth,schmecken häufig sauer, und bilden mit den elektropositiven Körpern, denBasen, die Salze. Man hat diese Klasse von Körpern Säuren genannt.Von ihrer Erzeugung hat auch der Sauerstoff seinen Namen Sauer - Stoff,Säure-Bilder, Oxygen io^vq sauer, yeväoi ich erzeuge) erhalten.
Die Bildung einer Säure ist indess nicht bloss durch Sauerstoff mög-lich, es giebt auch Säuren, in denen kein Sauerstoff anwesend ist, z. B.Chlorwasserstoffsäure etc. etc.
Bezeichnung der Säuren. Der Sauerstoff verbindet sich mit vie-len Körpern in seinem einfachen, doppelten, dreifachen etc. Aequivalentge-wichte. Unter diesen Verbindungen wird gewöhnlich der Name derjenigenSäure, welche den meisten Sauerstoff enthält, so gewählt, dass man dem Na-men des einfachen Körpers, woraus sie ausser Sauerstoff gebildet ist, dieBezeichnung Säure anhängt z. B. Schwefelsäure, Phosphorsäure, Kohlensäure,etc. Die entsprechende lateinische Bezeichnung hat man durch Eigenschafts-wörter wieder gegeben, die man aus dem Stammnamen des Elements mitder Endung icus, a, um gebildet hat, z. B. Schwefelsäure acidum sulphuri-cum, Phosphorsäure acidum phosphoricum, Kohlensäure acidum carboni-cum etc.
In einzelnen Fällen, wo man eine grosse Reihe von Sauerstoffverbin-dungen hat, bezeichnet man die höchste Stufe durch Vorsetzung des Wört-chens „lieber" (vneq) z. B. Uebermangansäure, Ueberchlorsäure.
Bildet der Sauerstoff mit demselben einfachen Körper mehrere Säuren, sobezeichnet man die Säure mit der nächstgrössten Menge Sauerstoff durch Ei-genschaftswörter , welche man aus dem Stammnamen des einfachen Kör-pers mit der Endung „ige" bildet, z. B. schweflige, phosphorige Säure. Dielateinische Bezeichnung dafür bildet man durch die Endung osus, a, um,z. B. schweflige Säure acidum sulphurosum, phosphorige Säure . acidumphosphorosum etc. Eine noch geringere Sauerstoffmenge bezeichnet mandurch Vorsetzung der Endung „unter" (vnö) z. B. unterschweflige, unterchlo-rige Säure, acidum hyposulphurosum, hypochlorosum.
1 Aeq. Chlor mit lAeq. Sauerstoff giebt unterchlor. Säure, acidum hypochlo-rosum.
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„ chlorige „„ Unterchlorsäure
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chlorosum.hypochlo-ricum.
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chloricum.
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hyperchlo-ricum.
Ein-, zwei- und dreibasische Säuren. Eine Säure, diezur neutralen Verbindung mit einer Base auf 1 Aeq. Säure 1 Aeq. Baseverlangt, ist eine einbasische; verlang! sie 2 Aeq. Base, so ist es eine zwei-basische Säure, die Pyrophosphorsäure ist eine zweibasische, die offici-neile Phosphorsäure eine dreibasische Säure.
Basen oder basische Oxyde sind elektropositive Körper, ihr Geschmackist häufig ätzend, sie färben durch Säure geröthete Lakmuslösung blau,Veilchensaft grün, Curcumawurzel- und Rhabarberauszug braun, heben die
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