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Elementar-Handbuch der Pharmacie : mit Berücksichtigung der sämmtlichen deutschen Pharmacopöen und Medicinalordnungen
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Zusammengesetzte Körper.

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45) Cadmium, Cadmium, Cd.

46) Kupfer, Cuprum, Cu.

47) Blei, Plumbum, Pb.

48) "Wismuth, Bismuthum, Bi.

49) Zinn, Stannum, Sn.

50) Wolfram, Wolframium, W.

51) Molybdän, Moljbdaenum, Mo.

52) Antimon, Stibium, Sb.

53) Arsen, Arsenicum, As.

54) Osmium, Osmium, Os.

55) Ruthenium, Ruthenium, Ru.

56) Rhodium, Rhodium, Rh.

57) Iridium, Iridium, Ir.

57) Palladium, Palladium, Pd.

59) Platin, Platinum, Pt.

60) Gold, Aurum, Au.

61) Silber, Argentum, Ag.

62) Quecksilber, Hydrargyrum, Hg.

Zusammengesetzte Körper oder ehemische Verbindun-gen. Entgegengesetzt dem Begriff eines einfachen Körpers ist der eines zu-sammengesetzten Körpers oder einer chemischen Verbindung. Eine Ver-einigung zweier oder mehrerer Körper zu einem neuen Kör-per mit andern Eigenschaften und Wesen nennt man einenzusammengesetzten Körper oder eine chemische Verbin-dung. Legt man Kalium auf "Wasser, so sieht man aus dieser Berührungunter lebhafter Feuererscheinung einen neuen Körper hervorgehen. Dieser,das Kaliumoxyd, der entstanden ist aus Kalium und Sauerstoff hat wesent-lich andere Eigenschaften als die letzteren. Kalium und Sauerstoff sindeinfache Körper; Kaliumoxyd ist ein zusammengesetzter Körper oder einechemische Verbindung.

Ursachen der chemischen Verbindung. Die Bildung einerchemischen Verbindung, welche, wie z. B. bei dem Kaliumoxyd in soenergischer Weise zwischen dem Kalium und dem Sauerstoff vor sich geht,muss eine Ursache haben. Man hat als diese Ursache eine besondereAnziehungskraft angenommen, welche ungleichartige Atome gegen einan-der üben.

Affinität. Diese Kraft hat man chemische Verwandtschaftoder Affinität genannt. "Weil man wahrgenommen hat, dass die anzie-hende Kraft zwischen den Körpern nicht gleich gross ist, sondern in ver-schiedener Stärke geübt wird, so zwar, dass, wenn denselben die Wahlbleibt immer diejenigen sich verbinden, deren Anziehungskraft gegen ein-ander grösser ist, hat man die chemische Verwandtschaft auch Wahl-v erw and tschaft genannt.

Einfache Wahlverwandtschaft. Wir betrachten das Wasserals einen Körper bestehend aus Wasserstoff und Sauerstoff. In Berührungmit Kalium werden die Atome des Wassers zerlegt. Das Kalium verbindetsich mit dem Sauerstoff desselben zu Kaliumoxyd und der Wasserstoff wirdfrei. Die Ursache hiervon ist die grössere chemische Verwandtschaft desSauerstoffes zum Kalium, als die des Sauerstoffes zum Wasserstoffe. Den-selben Vorgang beobachten wir auch an andern zusammengesetzten Körpern.Wählen wir Potasche (kohlensaures Kaliumoxyd), giessen wir Schwefelsäurehinzu, so bemerken wir ein rasches Aufbrausen. Die Schwefelsäure ver-bindet sich mit dem Kaliumoxyd und die Kohlensäure wird in Gasform ent-bunden. Auch hierzu ist die grössere Verwandtschaft des Kaliumoxydes zurSchwefelsäure, als des Kaliumoxydes zur Kohlensäure die Veranlassung.Diese Erscheinungen bezeichnet man als Erscheinungen der einfachenWahlverwandtschaft.

Doppelte Wahlverwandtschaft. Bringt man chemische Ver-bindungen miteinander in Berührung, so werden diese Verbindungen ent-weder unverändert bleiben oder sich zerlegen und neubilden immer nachdem Grade der ihren Bestandteilen gegeneinander innewohnenden chemi-schen Verwandtschaft.