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Elementar-Handbuch der Pharmacie : mit Berücksichtigung der sämmtlichen deutschen Pharmacopöen und Medicinalordnungen
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356
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356 Zeigertelegraph.

diesem ist ein eiserner Anker, der um einen Punkt beweglich ist, in Verbin-dung. Der Anker wird durch eine elastische Feder von dem Elektromag-neten in geringer Enlfernung gehalten. Ist die Kette geschlossen, so wirdder Anker von dem Elektromagneten stärker angezogen, als die Spannkraftder Feder ist. "Wird die Kette geöffnet, hört das Eisen also auf, magnetischzu sein, so erhält die Federkraft der Feder das Uebergewicht und zieht denAnker wieder von dem Eisen zurück. Ferner ist vorhanden ein Stab. DerStab hat die Bestimmung die Kette zu öffnen, wenn der Anker angezogenund sie zu schliessen , wenn der Anker durch die Feder abgegezogenwird. Sodann greift der Stab in die Zähne eines Rades, welches so vielSpeichen hat, als unser Alphabet Buchstaben, und das er bei seiner Be-wegung umdreht Endlich ist noch erforderlich der Zeigerapparat. Ander verlängerten Axe des Rades ist ein Weiser befestigt, der sich auf einerScheibe bewegt, auf welcher sich die Buchstaben des Alphabetes verzeich-net finden.

Durch die Schliessung der Kette wird das Eisen magnetisch , ziehtden Anker an und bewegt den Stab so , dass die Kette geöffnet wird. Istdie Kette geöffnet, so hört das Eisen auf, magnetisch zu sein, der Ankerwird durch die Feder zurückgezogen. Durch das Zurückziehen kommt aberzugleich der Stab in die Lage , dass er die Kette schliesst. Durch die ge-schehene Schliessung wird das Eisen wieder magnetisch, wieder zieht esden Anker an, wieder bewegt sich der Stab, wieder wird die Kette geöffnet.Die Oeffnung der Kette giebt wieder der Spannkraft der Feder die Ober-hand. Die Feder zieht den Anker wieder zurück, dadurch bewegt sich derStab und schliesst die Kette wieder.

Durch das wechselnde Schliessen und Oeffnen der Kette wird alsoabwechselnd das Eisen zum Elektromagneten und hört auf, Elektromag-net zu sein. Gleichlaufend damit wird der Anker angezogen und dann wie-der abgezogen. Durch die dadurch entstehende Bewegung wird der Stabgleichfalls bewegt. Jede Bewegung des Stabes bewegt das Rad um eineSpeiche weiter. Jede Bewegung des Rades um eine Speiche weiter rücktden Weiser um einen Buchstaben weiter.

Ein derartiger Apparat ist auf jeder Station aufgestellt und das ab-wechselnde Anziehen und Abstossen findet auf der nächsten Station ebenso statt, wie auf der ersten. Das Eisen auf der nächsten Station wirddurch den Leitungsdraht und zwar in derselben Reihenfolge magnetisch, dennes wird die Kette in derselben Folge geschlossen und geöffnet. Dadurchmacht der Stab auf der zweiten Station genau die Bewegungen, wie auf der er-sten, das Rad der zweiten Station genau dieselben Umdrehungen des Rades aufder ersten Station, also weist auch der Weiser der zweiten Station genauauf die Buchstaben, auf welche der Weiser der ersten Station weist. DieBatterie hat man sich aufgestellt auf der ersten Station zu denken. Vonjeder Batterie gehen zum Behufe der Rückleitung Drähte und Metallplat-ten in den feuchten Erdboden.

Die leitendeVerbindung wird durch einen Draht vermittelt, der durchdie Luft von Station zu Station reicht und so eingerichtet ist, dass man vonEndpunkt zu Endpunkt der Telegraphenlinie , von dem Endpunkt der Tele-graphenlinie zu jeder Station und von jeder Station zur nächsten Stationtelegraphiren kann.

Druck telegraph von Morse. Der Unterschied zwischen demZeigertelegraphen und dem Drucktelegraphen liegt darin, dass bei demMorse'schen Drucktelegraphen durch die abwechselnde Bewegung des An-kers , der in einem Messinghebel steckt an dessen Ende ein Stahlstift