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Elementar-Handbuch der Pharmacie : mit Berücksichtigung der sämmtlichen deutschen Pharmacopöen und Medicinalordnungen
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Elektrizität.

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harzartige Körper auf Tuch oder Wolle, so werden dieselben in jenenZustand versetzt. Sie ziehen dann leichte Körperchen, Papierstückehen,Hollundermarkkügelchen etc. an, theilen diesen dies Vermögen mit undstossen dieselben dann ab. Dasselbe thut Glas, Schwefel, Bernstein. Manhat beobachtet, dass sämmtliche Körper, wenn auch nicht in so auffallen-der Art wie die genannten Körper, in jenen Zustand versetzt werdenkönnen.

Die Ursache dieses Zustandes hat man dem Vorhandensein einer fei-nen elastischen Materie zugeschrieben, welche die Körper begleitet, inihnen sich entwickelt, aber von ihnen getrennt nicht dargestellt werden kann.Diese Materie hat man, weil sie zuerst an dem Bernstein (Elektron) beobach-tet worden ist, Elektrizität genannt.

Elektrizitätsquellen. Elektrizität wird hervorgerufen:durch Reibung der Körper gegen einander, Reibungselektrizität;durch Berührung heterogener Körper, B er ühr ungs e lektrizitä t(G al vanismus);

in Folge von chemischen Veränderungen der Körper, Elektroche-mismus;

einige Thiere besitzen das Vermögen Elektrizität zu erzeugen.

Vom Magnetismus unterscheidet sich die Elektrizität dadurch, dasssie erst hervorgerufen werden muss, dass sie in allen Körpern erzeugtwerden kann und auch auf alle Körper wirkt, dass sie die angezogenenKörper wieder abstösst, und dass die Erscheinungen derselben oft vonLicht- und Wärmeerseheinungen begleitet sind.

Harz- und Glaselektrizität. Man kann sich sehr bald überzeu-gen, dass die elektrische Materie, welche man in verschiedenen Körpernerzeugt, nicht ein und dieselbe ist. Es zeigt viel mehr die in einem Körper,z. B. im Glase erzeugte Elektrizität Erscheinungen, die sie in einen gewissenGegensatz zu der in andern Körpern, z. B. in Harz erzeugten Elektrizitätbringen. Theilt man z. B. zwei an Coconseidenfaden aufgehängten Hollunder-markkügelchen Fig. 179, die in einer Glasstange erzeugte Elektrizität mit Fig. 180,so werden sie dann, nachdem sie diese in sich aufgenommen haben, nichtnur von den Glasstäben abgestossen Fig. 181, sondern sie stossen sichauch selbst [ab, Fig. 182. Nähert man nun den beiden sich abstossenden

Fig. 179.

Fig. 180.

Fig. 181.

Fig. 182.

A

Kügelchen eine geriebene Harzstange, so weichen sie nicht auseinander,sondern werden sehr energisch von der Harzstange angezogen. Nach derBerührung mit der Harzstange sind sie ganz ohne Wirkung auf einander,

ig auf einander,22 *