Die Naturwissenschaften als pharmazeutische Hilfswissenschaften.
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und Pharmacie waren die ersten und lange Zeit die einzigen Zweige desöffentlichen Lebens gewesen, innerhalb deren die Naturwissenschaften zurpraktischen Verwendung kamen und denen naturwissenschaftliche Kenntnissezur Berufsübung erforderlich waren. Dies ist seitdem um vieles anders ge-worden. Gegenwärtig gibt es nur noch wenige Stände, auf deren Ausbil-
dung die
jenigen Zweige
Naturwissenschaften ohne Einfluss geblieben sind, und die-der menschlichen Gesellschaft, welche ihrer ganz un-mittelbar bedürfen, haben sich ausserordentlich vervielfacht. Die Natur-wissenschaften haben als Folge hiervon in der neueren und neuestenZeit überraschende Fortschritte gemacht. Es ist keine Rede mehr davon,diese Fortschritte in dem Kreise des "Wissens vereint zu sehen, der demApotheker zu eigen gehört. Recht erwogen konnte dies nicht anders kom-men. Die Naturwissenschaften haben eben eine umfassendere Bestim-mung , als nur dem Apotheker zu dienen. Aber eine für die Pharmaciesehr bedeutungsvolle, ganz besonders in der Gegenwart zu beachtende Fol-gerung finde hier ihre Stelle: Die Pharmacie leitete ihren allge-meinen Einflusswerth im öffentlichen Leben und ihreRang-stufe als eine der exacten Wissenschaften von dem nahenZusammenhange mit den Natu rwissenschaften und der ent-sprechende Verwendung naturwissenschaftlicher Kennt-nisse und Entwickelun gsergebnisse ab; die Ph armacie würdediesen Einflusswerth und die wissenschaftlichen Rang-stufe einbüssen, wenn sie es versäumte, diesen Zusammen-hang aufrecht zu halten: es ist daher das Studium der Naturwis-senschaften und die Benützung ihrer Entwickelungsergebnisse zu phar-maeeutisehen Zwecken die Hauptaufgabe der Pharmacie und jedesihrer einzelnen Mitglieder. —
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