Defectur.
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Pig. 22.
Fig. 22 stellt einen derar-tigen Glühofen vor, Seh istder Schornstein, F der Feue-rungsraum, darunter der Rost,A der Aschenheerd.
Schmelztiegel. Als Ge-fässe zur Aufnahme der zuschmelzenden oder zu glühen-den Substanzen bedient mansich, ausser einigen ganz be-sonderenFälten gewöhnlich d.Schmelztiegel. Schmelz-tiegel werden aus feuerfestemThon unter Zusatz von eisen-freiem und kalkfreiem Sandund gebranntem und gepul-vertem Thon oder Graphit ge-fertigt. Die Anforderungenan die Schmelztiegel beste-hen wesentlich in Folgen-dem : sie sollen von demStoffe, den man in ihnenschmilzt oder glüht nicht an-gegriffen werden, ihn nichtdurchlassen; sie sollen demDrucke der glühenden flüssigen Stoffe hinreichenden Widerstand leisten, durchdenselben nicht leiden, Festigkeit genug besitzen, um gefüllt ohne Verletzungaus dem Feuer genommen werden zu können; endlich sollen sie weder imFeuer noch beim raschen Abkühlen Risse bekommen, in der stärkstenHitze nicht schmelzen und zu mehreren Schmelzungen verwendet werdenkönnen. Diese Anforderungen sind der Art, dass auch die besten Schmelz-tiegel allen nicht entsprechen. Die Bereitung guter Schmelztiegel ist sehrschwierig. Das Hauptmaterial dafür ist ein Thon (kieselsaure Thonerde)der von Bestandtheilen die in hoher Temperatur mit der Kieselsäure flüs-sige Verbindungen eingehen, z. B. Eisenoxyd, Kalkerde, Kali etc. so freiwie möglich sein muss. Man kennt die chemische Zusammensetzung derMasse der bewährtesten Schmelztiegel z. B. der Passauer, der hessischen,der englischen ganz genau und doch kann man nicht überall, wo man die-selben Stoffe zur Hand hat, gute Schmelztiegel machen. An manchen Or-ten finden sich Thone von gleicher chemischer Zusammensetzung, es gibtaber doch nur ein in gewissen Verhältnissen gemachtes Gemenge mehrererderselben ein gutes Tiegelmaterial. Dieser Schwierigkeiten halber gibt esnur wenige Orte, wo man Schmelztiegel von guter Beschaffenheit fertigt.In Deutschland sind meistens die hessischen Schmelztiegel in Gebrauch.Sie werden in Grossalmerode gefertigt und bestehen aus 2 / 3 fettem Thonun( i l U groben reinen Quarzsand. Von vorzüglicher Qualität sind auch diePassauer Schmelztiegel oder sogenannte Graphittiegel. Sie bestehen aus1 Theil Thon und 2 — 3 Theilen unreinem Graphit der dortigen Gegend.Berühmt sind die Tiegel aus Stourbridge in England aus 2 Th. Thon und1 Th. Coaks. Die Form der Tiegel ist gewöhnlich folgende: