Vorwort. V
Ganz besondere Rücksicht schien eine einfache gedrängte Wiedergabeder in den Pharmacopöen aufgenommenen Bereitungsweisen der che-mischen Präparate, sowie eine einfache und fassliche Erklärung derdabei stattfindenden Processe. Wo wesentliche Unterschiede der inden genannten deutschen Pharmacopöen angegebenen Bereitungswei-sen stattfinden, wie z. B. bei Jodkalium, Schwefelkalium, Schwefel-calcium etc. da sind dieselben besonders hervorgehoben worden. Beidenjenigen Chemikalien, welche zugleich ein grösseres technischesInteresse haben, ist auch immer die fabrikmässige Darstellung geschil-dert, wenn nöthig durch Holzschnitte anschaulich gemacht worden.
Nothwendig, weil instruktiver wurde die Trennung der Chemiein einen anorganischen und in einen organischen Theil. Einen beson-deren dritten Theil bildet die Anleitung zur Analyse. Diese ist aufdie allernothwendigsten Grundzüge beschränkt und nur so weit abge-handelt worden, als sie zur Prüfung der chemisch - pharmaceutischenPräparate und zur Untersuchung der am häufigsten vorkommendenKörper nothwendig erheischt wird.
Der mineralogische Theil des Lehrbuches enthält die Erklärungder Grundbegriffe der Oryktognosie, die Systematik der Mineralienund die Schilderung derjenigen, welche entweder für sich officinell sind,oder aus denen officinelle Producte gewonnen werden. Ein gedrängterGrundriss der Geognosie beschliesst die Mineralogie.
In der Botanik ist in dem allgemeinen Theil eine kurze Termi-nologie und Physiologie der Pflanzen gegeben, so wie die botanischeSystematik abgehandelt worden. In dem speciellen Theile sind dieofficinellen Pflanzen, so wie die von ihnen kommenden Droguen ge-drängt und charakteristisch geschildert.
Die Zoologie beginnt mit einer kurzen anatomisch-physiologischenDarstellung der Lebensorgane des Menschen und der Thiere. Dieserfolgt die Eintheilung der Zoologie, eine Charakteristik derjenigen Thiere,welche die officinellen Substanzen liefern und die Beschreibung dieser.
In dieser Aufeinanderfolge und in dem erwähnten Umfange solldas Lehrbuch dem Zögling ein Leitfäden für die einzuschlagende Stu-dienrichtung, ein Maass für die zu erlangenden Kenntnisse und diewissenschaftliche Grundlage für die weitere Fortbildung in seinem Le-bensberufe sein.
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