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Zirkonium. Thorium.
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Orthotitansäure: iFTiO 4 = Ti(OH) 4 , entsteht als weißes Pulverdurch Fällung der salzsauren Lösung einer Titansäureverhindung mit Ammo-niak. Beim Trocknen geht dieselbe in Metatitansäure: H' 2 Ti0 3 , über. Inder Siedehitze scheidet sich die Titansäure aus nicht zu sauren Lösungen,namentlich den schwefelsauren, als in Säuren unlösliche — konzentrierteSchwefelsäure ausgenommen — Polytitansäure: [xH*Ti0 3 — yH'O], ab.Metallisches Zink oder Zinn (Stanniol) scheidet aus der salzsauren Lösungder Titansäure Titansesquioxyd ab, welches zunächst mit violetter Farbegelöst bleibt, allmählich aber sich als violettes Pulver absetzt. Schwefel-wasserstoff fällt die Lösungen nicht; Schwefelammonium scheidet weiße Titan-säure ab. Feine Titansäure färbt die erkaltete Phosphorsalzperle, nachanhaltendem Erhitzen in der reduzierenden Lötrohrflamme, violett. EinZusatz von etwas Zinn beschleunigt die Färbung. Dieselbe verschwindetwieder in der Oxydationsflamme. Eisenhaltige Titansäure färbt die Phosphor-salzperle in der reduzierenden Lötrohrflamme blutrot. Wasserstoffsuperoxydruft in salzsaurer oder schwefelsaurer Lösung der Titansäure eine intensivgelbe bis tief orangerote Färbung hervor.
Unlösliche Titanverbindungen werden durch längeres Schmelzen mitsaurem Kaliumsulfat (l : 6) aufgeschlossen. Durch Behandeln der erkaltetenSchmelze mit viel kaltem Wasser, dem einige Tropfen Schwefelsäure zugesetztsind, geht die Titansäure in Lösung; bei längerem Kochen scheidet sich als-dann aus letzterer unlösliche Polytitansäure ab.
Die Titansäure trägt sowohl den Charakter einer schwachen Säure, alsauch den einer schwachen Base; sie verbindet sich daher sowohl mit Basen,als auch mit Säuren zu Salzen.
Zirkonium, Zr.
Atomgewicht: 90,6 (89,9 H = 1), vierwertig.
Das Zirkonium wurde im Jahre 1824 von Berzelius entdeckt. DasZirkonium findet sich in der Natur nur sehr selten, und zwar fast immer alsSilicat, so z. B. in demZirkon: ZrSiO 4 (Hyacinth), und in einigen anderenMineralien. Das Metall ist im amorphen Zustande ein schwarzes, beimErhitzen .an der Luft zu Oxyd verbrennendes Pulver. Kristallisiert, bildet esspröde, dem Antimon ähnliche, glänzende Blätter vom spezif. Gew. 4,15.Von Salzsäure, Salpetersäure, Schwefelsäure wird das Metall nur schwierig-angegriffen, leichter von Königswasser oder Flußsäure. Die Verbindungen desZirkons gleichen denen des Zinns und Titans in der Zusammensetzung undin den Eigenschaften. Das Zirkonsäurehydrat ist in einem Überschuß vonAmmoniumcarbonat, selbst bei Gegenwart von Schwefelammonium, löslich.
Thorium, Th.
Atomgewicht: 232,5 (230,8 H = J), vierwertig.
Das Thoriummetall ist von Berzelius im Jahre 1845 entdeckt worden.Das Thorium findet sich nur selten in der Natur. In Norwegen kommt esals Silicat im Thorit und Orangit vor; in noch größerer Menge findet essich als Phosphat in Begleitung von Cer und Lanthan im Monazit, (s. unten);kleinere Mengen kommen in Verbindung mit Niobsäure und Titansäure, sowieverschiedenen anderen Stoffen im Pyrochlor, Aschynit und anderenMineralien vor. Das Metall bildet graue, sechsseitige Tafeln vom spezif.Gew. 11,0 oder ein dunkelgraues, unschmelzbares, an der Luft mit starkemGlänze verbrennendes Pulver, welches leicht von Königswasser, schwieriger