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Silicium.
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Titans, Kobalts, Nickels, Eisens, Chroms, Mangans, Aluminiumsund Kupfers zusammenfallen, so muß man annehmen, daß die Dämpfedieser Elemente in der Sonnenatmosphäre enthalten sind, und daß dieseElemente seihst Bestandteile der Sonne sind.
Das Sonnenspektrum enthält jedoch auch Linien, die mit keiner dervon den irdischen Elementen gelieferten übereinstimmt; die Sonnenatmosphäremuß daher noch Elemente enthalten, die bis jetzt auf der Erde nicht beob-achtet sind. Von letzteren Stoffen ist in der jüngsten Zeit durch Ramsaydas Helium in sehr geringer Menge auch auf der Erde aufgefunden worden(s. S. 313).
In seinem Spektrum zeigt das Helium außer einer roten, einer grün-blauen und einer violetten, eine charakteristische helle, gelbe Linie.
Silicium, Si.
Atomgewicht: 28,2 (28,0 H = 1), vierwertig.
Geschichtliches. Das amorphe Silicium ist im Jahre 1823 vonBerzelius dargestellt worden; das kristallisierte lehrte erst Sainte-ClaireDeville im Jahre 1854 bereiten. Die Eigenschaften desselben wurden vonihm und Wöhler (1800—1882) näher untersucht.
Vorkommen. Das Silicium ist nächst dem Sauerstoff das in größterMenge auf der Erde vorkommende Element. Dasselbe findet sich nicht imfreien Zustande, sondern stets nur gebunden in der Natur vor. In Verbin-dung mit Sauerstoff bildet das Silicium das Kieselsäureanhydrid — Berg-kristall, gemeiner Quarz, Quarzsand, Kieselgur usw. —, welches in Ver-bindung mit Metalloxyden eine Reihe von Salzen liefert, die man alsSilicate bezeichnet, und die als solche einen Hauptbestandteil der meistenGesteinsmassen und der Ackererde ausmachen.
Das Silicium ist in zwei allotropen Modifikationen bekannt: alsamorphes und als kristallisiertes Silicium.
Darstellung. Im amorphen Zustande wird [das Silicium erhaltendurch Erhitzen eines Gemenges von Kieselfluorkalium: K 2 SiF 6 , mit Kaliumund Auskochen der erkalteten Masse mit "Wasser oder verdünnter Salzsäure:K 2 SiF 6 + 4K = 6KF + Si.
Auch durch Glühen eines innigen Gemisches aus 5 Tln. Magnesium-pulver , 6 Tln. staubfeinen Quarzsandes und 11 Tln. Magnesiumoxyd unddarauf folgendes Behandeln der resultierenden bläulichgrauen Masse mitSalzsäure läßt sich amorphes Silicium bereiten (Cl. Winkler).
Im kristallisierten Zustande kann dasselbe gewonnen werden, wenn manAluminium mit der 20- bis 40 fachen Menge von Kieselfluorkalium schmilztoder wenn man 30 Tle. Kieselfluorkalium mit 8 Tln. Natrium und 40 Tln.Zink oder obiges, aus Quarzsand bereitetes Silicium mit der drei- bis vier-fachen Menge Zink in einem mit Lehm dicht verschlossenen hessischenTiegel zum Schmelzen erhitzt. In allen Fällen wird schließlich der erkalteteBegulus mit Salzsäure behandelt, wodurch die Beimengungen gelöst werden,während das kristallisierte Silicium ungelöst bleibt.
Eigenschaften. Das amorphe Silicium Ist ein dunkelbraunes,stark abfärbendes Pulver vom spezif. Gew. 2,35, welches, an der Luft erhitzt,teilweise zu Kieselsäureanhydrid verbrennt. Bei Luftabschluß geglüht, wirddasselbe dichter und verliert dadurch seine Entzündlichkeit. Salzsäure, Sal-petersäure, Schwefelsäure greifen das amorphe Silicium nicht an, dagegenwird es von Flußsäure und von ätzenden Alkalien gelöst.
Schmidt, Pharmazeutische Chemie. I. qo