B a u m e sches Aräometer.
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welcher unten mit einer passenden Menge Quecksilber derartig beschwert ist,daß derselbe stets aufrecht schwimmt. Nach oben zu verengt sich der Glas-körper zu einem Halse, welcher eine Marke, die den konstanten Punkt derEinsenkung bezeichnet, und einen zur Aufnahme der Gewichte bestimmtenTeller trägt (Mg. 4). Das Gewicht der Spindel ist bekannt (650 Gewichts-einheiten), ebenso ist auch bekannt, wieviel Gewichtseinheiten (350) auf denTeller gelegt werden müssen, um die Spindel bei 15° C in reinem Wasserbis zur Marke einzusenken. Beide Gewichte zu-sammengenommen betragen also 1000 Gewichts- Fig. 5.einheiten. Senkt man die Spindel anstatt in "Wasserin eine andere Flüssigkeit ein, so wird man, fallsdieselbe spezifisch leichter ist als Wasser, weniger, Mg. 4.falls sie spezifisch schwerer ist als das Wasser, y—^—■"mehr Gewichtseinheiten auflegen müssen, um dieSpindel bis zur Marke einzusenken. Das gesuchtespezifische Gewicht ergibt sich unmittelbar, wennman das aufgelegte Gewicht (in Gewichtseinheiten)zum Gewichte der Spindel (650 Gewichtseinheiten)addiert. Gewöhnlich benutzt man zwei oder dreiSpindeln, von denen die eine 650, die zweite 1000und die dritte 1400 Gewichtseinheiten (ä 0,04 g)wiegt. Die erste Spindel dient für Flüssigkeitenvom spezif. Gew. 0,650 bis 1,100, die zweite fürsolche vom spezif. Gew. 1,000 bis 1,600 und diedritte für solche vom spezif. Gew. 1,400 bis2,300.
Häufiger als die Gewichtsaräometer sind dieSkalenaräometer im Gebrauch. Es sind dies zylin-drische, mit Luft gefüllte Glasgefäße, die unten ineine mit Quecksilber gefüllte Kugel, oben in eineröhrenförmige, geschlossene Verlängerung , welcheinnen die Skala trägt, auslaufen (Fig. 5). Einsolches Instrument wird um so tiefer in eine Flüssig-keit eintauchen, je weniger dicht dieselbe ist, undumgekehrt. An den Skalen des Aräometers sindPunkte markiert, bis zu denen dasselbe erfahrungs-mäßig in Flüssigkeiten von bekanntem spezifischenGewicht, bei einer bestimmten Temperatur (meist15° C), eintaucht; letzteres ist an jenen Stellennotiert, so daß je nach dem Grade, in welchem dasInstrument in einer beliebigen Flüssigkeit einsinkt,das spezifische Gewicht derselben bei jener Normal-temperatur, auf welche nötigenfalls die zu prüfendeFlüssigkeit zuvor zu bringen ist, unmittelbar an derSkala abgelesen werden kann. Derartige Aräometer
bezeichnet man als rationelle. Von diesen rationellen Aräometern unter-scheiden sich die Aräometer mit empirischen Skalen insofern, als darauf dieverschiedenen spezifischen Gewichte nur durch empirisch angenommene Grademarkiert sind, welche erst durch entsprechende Tabellen auf das wirklichespezifische Gewicht reduziert werden müssen. (Aräometer von Baume,Cartier, Brix, Beck usw.)
Das in der Technik am meisten angewendete Aräometer mit empirischerSkala ist das von Baume. Bei dem Baum eschen Aräometer, welches für
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