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kohlt unter Verbreitung des eigenfhümlichen Geruches nach verbren-nender Weinsteinsäure, schmilzt endlich zu einer Perle, welche dieFlamme gelb färbt. — Die Reinheit giebt sich kund:
Prüfung, a. durch das der obigen Beschreibung entsprechendeäussere Ansehen;
b. durch vollkommene Löslichkeit des Salzpulvers in 2 bis 3Theilen kaltem destillirten Wasser zu einer neutralen wasserhellenFlüssigkeit — ein salziger Rückstand verräth ein beigemischtes,schwerlösliches fremdes Salz (z. B. schwefelsaures Kali, Weinstein,Alaun), und eine milchige Auflösung lässt einen zu grossen Gehaltan-weinsteinsaurem Kalke, welcher selten ganz fehlt, erkennen;
c. durch Indifferenz der wässerigen Lösung gegen Schwefelwas-serstoffwasser und Kaliumeisencyanür;
d. durch Nichtgetrübtwerden der mit der hundertfachen Wasser-menge bereiteten, und dann mit einigen Tropfen Salpetersäure ver-setzten Auflösung durch salpetersaures Silber und salzsauren Baryt.
Tartarus stibiatns s. esneticus.
Tarire stibie. Emetique.
S P
lessgJanzweinstein.
Breehweinstein.
§ 461. Jirechweinstein. Der Breehweinstein, als Heilmittelbei weitem das wichtigste Antirnonialpräparat, wird erhalten durchDigestion von feingepülvertem, gereinigten Weinstein mit Antimon-oxyd und Wasser, Verdampfen und Krystallisiren der filtrirten Auf-lösung. Es krystalüsirt in färb- und geruchlosen, durchsichtigen,glänzenden, tetraedrisehen Krystallen, welche an der Luft weiss undmürbe werden, und zerrieben ein blendend weisses Pulver geben, inwelcher Form es in den Apotheken gewöhnlich vorräthig gehaltenwird; besteht in 100 Theilen aus 13,44 Kali, 43,60 Antimonoxyd,37,84 Weinsteinsäure und 5,12 Wasser. Es ist in 2 kochendem,15 kaltem Wasser löslich; die Auflösung röthet Lackmuspapier, schmecktschwach süsslich, hintennach ekelhaft metallisch, sie wird durchMineralsäure, reine und kohlensaure Alkalien, durch Brunnenwasser,Seife, adstringirende gerbstoifhaltige Aufgüsse von vegetabilischenSubstanzen, zerlegt, nicht aber durch Wein, Theeaufguss, Eiweiss,Gallerte, Milch, Zucker- und Gummiauflösung, Opiumaufguss.
§ 463. Erkennung. Man erkennt den Brechweinstein als solchen an dem äussern Ansehen und ganz besonders an dem Verhaltenauf der Kohle vor dem Löthrohre ■— es wird, unter Verbreitung desbekannten eigenthiiinlichen Geruchs nach verbrennender Weinstein-säure, verkohlt und liefert Metallkörner, welche nach dem Erkaltenspröde sind, während gleichzeitig die Kohle mit einem weissen Be-sehlage sich überzieht. Leber Erkennung in Auflösung im folgenden§ 463.— Die Reinheit des Brechweinsteins giebt sich kund;
Prüfung', a. durch die vollkommen weisse Farbe;
b. durch die vollständige Aullöslichkeit in 15 Theilen kaltemdestillirten Wasser zu einer säuerlich reagirenden Flüssigkeit, welche,nachdem sie mit aufgelöster Weinsteinsäure angesäuert worden, nicht