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den, nämlich die schwefelige Säure (Acldum sulfurosuni), welche dasProduct ist aus der Verbrennung: von Schwefel in atmosphärischerLuft oder Sauerstoffgas. Die übrigen Sauerstoffsäuren des Schwefelslassen sich nur auf Umwegen darstellen, so die unterschwefelige Säuredurch Kochen eines in Wasser aufgelösten schwefeligsauren Salzesmit Schwefel, wodurch das schwefeligsaure Salz in ein unterschwefe-ligsaures umgewandelt wird. *) Die unterschwefelige Säure kann nichtisolirt dargestellt werden, denn versucht man eines ihrer Salze durcheine stärkere Säure zu zerlegen, so zerfällt die in Freiheit gesetzteSäure in schwefelige Säure, welche am Gerüche erkennbar, und inSchwefel, welcher als ein weisses Pulver sich abscheidet. In Verbin-dung mit Wasserstoff bildet der Schwefel die Hydrothionsäure (§ 28),und mit Kohlenstoff den Schwefelalkohol (§ 165), zwei Verbindungen,welche sich als Säuren charakterisiren und in denen der Schwefel alssäuerndes Element auftritt. Auch mit Chlor, Jod und Phosphor gehter Verbindungen ein, welche indess kein besonderes pharmakologi-sches Interesse besitzen. Gegen die Metalle verhält er sich deinSauerstoff ähnlich und erzeugt mit ihnen die verschiedenen Schwefel-metalle (Sulfureta), von denen nur diejenigen, welche ein Alkalimetallzur Basis haben, in Wasser löslich sind und im Allgemeinen Schwe-felleber genannt werden.
Siilfur praecipttatuin.
(Lac Sulfuris.)
§ 444.
Soufre precipite.Sctaweffeliniicli.
Schwefelm
nch.
Aetzkalilauge wird
mit Schwefel
gekocht, wodurch unterschwefeligsaures Kali und Schwefelkalium ent-steht, die erhaltene gelbrothe Flüssigkeit wird mit Wasser verdünntund so lange mit einer ebenfalls verdünnten Säure versetzt, als nochein Niederschlag entsteht. Dieser wird gesammelt, sorgfältig ausge-waschen und getrocknet. — Es ist ein zartes, blass gelblichweissesgeschmack- und geruchloses Pulver, welches von den ausgewaschenenSchwefelblumen chemisch durchaus nicht verschieden ist, sich nurdurch eine viel feinere Zertheilung, welche auch dessen blassereFarbe bedingt, unterscheidet, daher auch in allen übrigen physischenund chemischen Eigenschaften damit übereinstimmt. — Die Erken-nungs- und Prüfungsniittel sind dieselben, wie bei dem Vorhergehenden.
Snlfnr stibfatiim anrantiacum.
(Sulfur auratum.)
Persulfure d'Antimoine.
(Soufre dore.)
Goldschwefel.
§ 44:5. ©oldschwefel. Dieses Präparat, nach Vorschrift derPreuss. Pharmakopoe gewonnen, ist die der Antimonsäure entspre-
*"> Im Pariser Codex ist das unterschwefeligsaure Natron (MMi/po.llllJis
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