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ges, flüchtiges, leicht entzündliches Liquidum von schwachem aberangenehmen geistigem Gerüche, scharfem, brennendem Geschmackedessen Ursache darin liegt, dass der reine Alkohol von den lebendenweichen Theilen, mit denen er in Berührung kommt, Wasser auf.nimmt und diess bis zu dem Grade, dass sie dadurch absterben. Derwasserfreie Weingeist besitzt ein spec. Gew. = 0,792 bei -+- 20 °C.siedet bei -(- 78° C, besteht in 100 Theilen aus 52,55 Kohlenstoff,12,90 Wasserstoff" und 34,45 Sauerstoff, zieht begierig Feuchtigkeitaus der Luft an, entzündet sich bei Annäherung eines flammendenKörpers und verbrennt zu Wasser- und Kohlensäuregas mit schwachleuchtender Flamme, aber unter bedeutender Wärmeentwickelung.
2. Sj)iritus Vini alcoholisatus, alkoholisirter Weingeist,besitzt ein specif. Gewicht zwischen 0,810 und 0,820 und enthält 8bis 10 Proc. Wasser.
3. Spiritus Vini rectificutissimus, höchster rectificirterWeingeist, besitzt ein spec. Gewicht zwischen 0,835 und 0,845 undenthält 15 bis 18 Proc. Wasser.
4. Spiritus Vini rectificalus, rectificirter Weingeist von0,895 bis 0,905 spec. Gewichte und 40 bis 44 Proc. Wassergehalt.
§ 41.7. Erkennung. Man erkennt den Weingeist am Gern-che und der Entzündlichkeit bei Annäherung eines brennenden Kör-pers ; die Stärke desselben wird mitteist einer eigens dazu construir-ten (Alkoholometer), oder auch jeder andern, das specißsche Gewichtvon leichten Flüssigkeiten angebenden Senkwage (Areometer) erforscht,— Die gute Beschaffenheit giebt sich kund:
Prüfung, a. durch den reinen Geruch und Geschmack. DerBranntwein wird nämlich zuweilen auf eine solche Weise verfälscht,dass er für die Gesundheit schädlich werden kann, indem beim Ab-ziehen des Lutters Tabacksblätter oder andere scharfe, den Gaumenreitzende Stoffe mit in die Blase geworfen werden, wodurch Nicotinu. dgl. mit dem Branntwein übergehen und denselben, bei geringeremAlkoholgehalt, berauschender machen;
b. dnrch Indifferenz gegen genässte Reagenspapiere — gegen-falls ist er durch saure oder alkalische Substanzen verunreinigt;
c. durch Abwesenheit aller metallischen Verunreinigungen, alsBlei, Kupfer, Arsenik. Die beiden ersteren Metalle können von derKühlgeräthschaft herrühren, das letztere aber von der nutzlosen aberhöchst strafbaren Gewohnheit mancher Branntweinbrenner, beim De-stilliren arsenige Säuren in die Blase zu werfen. Man erforscht dieseVerunreinigungen am besten auf die Art, dass man zu 8 bis 16 Un-zen von dem verdächtigen Weingeiste reine Salzsäure bis zur starkensauren Reaction zusetzt, den Alkohol abdunstet, den wässerigen Rück-stand filtrirt und mit Schwefelwasserstoffgas anschwängert: wenn me-tallfreier Weingeist angewandt worden, so findet keine Reaction statt,gegentheils tritt eine mehr oder weniger farbige Trübung und einähnlicher Niederschlag ein, dessen Natur sich am besten auf die Artweiter ermitteln lässt, dass man ihn sammelt, in etwas wenigem Salz-säure, wozu einige Tropfen Salpetersäure zugesetzt worden, auflöst,die Auflösung mit Wasser verdünnt, filtrirt, durch Verdunsten vonder überschüssigen Säure befreiet, sodann successiv mit Schwefelsaure