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Prüfung-. Die gute Beschaffenheit des Phosphors ergiebt sichaus der Uebereinstimmung der physischen Eigenschaften mit der obi-gen Angabe, und speciell daraus, dass 10 Gran desselben in einemkleinen langhalsigen und engmündigen Kolben mit einer halben Unzereiner Salpetersäure durch Kochen aufgelöst und dann mit dem vier-fachen destillirten Wassers verdünnt, eine Flüssigkeit liefern, welcheweder durch Schwefelwasserstoff, noch durch salpetersauren Barytniedergeschlagen wird. — Ein gelber Niederschlag durch das erstereReagens würde Arsen, ein weisser durch das zweite Schwefel zu er-kennen geben.
§ 385. Chemischer Charakter. Rücksichtlich seines chemischen Verhaltens zeigt sich der Phosphor dem Arsen sehr naheverwandt. Mit dem Sauerstoff erzeugt er mehrere Säuren, nämlichunterphosphorige, phosphorige und Phosphorsäure, welche letztereallein dem chemischen Heilapparat angehört; er bildet mit Wasser-stoff eine starre und eine gasförmige Verbindung, wovon die letzteresich bei Berührung mit der Luft von selbst entzündet. In geringerMenge den Metallen beigemischt, macht er diese spröde und brüchig.
Piatmmn.
Platine. Platin.
§ 3§6. Platin. Das Platin nimmt unter den edlen Metallenrücksichtlich der Schwere und der Unveränderlichkeit im Feuer dieerste Stelle ein. Es kommt natürlich nur gediegen vor, jedoch nierein, sondern immer in Verbindung mit andern Metallen, besondersEisen. Mit Hülfe eines etwas verwickelten und schwierigen chemi-schen und metallurgisch en Processes kann es frei von allen fremdar-tigen Beimischungen in cohärentem regulinischen Zustande hergestelltwerden. Es ist dann sehr geschmeidig, weicher als Silber, besitzteine graulich weisse Farbe und starken Metallglanz, ist im Feuer un-veränderlich und unschmelzbar, doch wird es weich und lässt sichschweissen. Es ist in allen Säuren unlöslich, das Königswasser aus-genommen, welches vermöge seines Gehaltes an freiem Chlor es alsChlorplatin aufnimmt. Auf trockenem Wege lässt es sich durchSchmelzen mit kaustischem Kali oder Salpeter zu Platinoxyd oxydi-ren. —■ Die Auflösung des Platins in Königswasser (Chlorplatin,Liquor Platini muriatici. Chloratum platinicum liquidum) hat eineintensiv gelbe Farbe, und giebt beim Abdampfen eine braunrothe Salz-masse, welche in Alkohol und Aether löslich ist; sie färbt die Hautpurpurfarben, wird durch Schwefelwasserstoff braunschwarz gefällt,durch Jodkalium tief braunroth gefärbt, und durch Kali- und Ammo-niaksalz gelb gefällt.
Das Platin wird nicht als Arzneimittel angewandt, wenigstens sinddie mit dem im Vorhergehenden erwähnten Chlorplatin angestelltenVersuche unbefriedigend ausgefallen. Wie die Salze der edlen Me-talle überhaupt wirkt es in unverdünntem Zustande local corrodirendund durch Zerstörung des organischen Gewebes giftig. ' Von ungleichgrösserer Wichtigkeit ist das Platin für die Technik, da es durchseine Unveränderlichkeit im Feuer, seine Uiiauflöslichkeit in den mei
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