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negatives) Princip auf. Auch mit Chlor, Brom, Schwefel, *) P), 0s jpit
phor, Kohlenstoff'vereinigt sich das Jod in bestimmten Verhältnissen * e "
und bildet Verbindungen, «eiche weder saure, noch basische Ki<r ei| jjy«
Schäften besitzen. Die Verbindungen des Jods mit Metallen (Jodefai Ja«
werden Jodüre oder Jodide genannt, je nachdem die Verbindm,, s og
ren Beziehungen der Chlorwasserstoffsäure (Salzsäure), unterscheidet sii]aber doch wesentlich von dieser durch die geringe Intensität, mit welcüihre Bestandteile sich wechselseitig anziehen. Im reinsten Zustande bihhidie Jodwnsserstoffsäure ein i'arhloses Gas von saurem, erstickendem Genießund hohem spec. Gewichte, nämlich 4,440, es wird in grosser Menge vomWasser aufgenommen; die Aullösung ist die flüssige Hydrojodsäure, eine i t(concentrirten Zustande farblose, rauchende Flüssigkeit, im Geruch und Q^schmach der rauchenden Chlorwasserstoffsäure gleich. In Berührung mit rf e ,Luft färbt sie sich nach und nach gelb, braun und endlich ganz dunkel.braun. Diese Veränderung wird dadurch bewirkt, dass sich der Wasserstt)allmählig auf Kosten der Luft oxydirt, bis endlieh nur die Hälfte desselbenin Verbindung mit dem ganzen Jodgehalt übrigbleibt. Versucht man die Joj£wasserstoffsäure in ähnlicher Weise wie die Chlorwasserstoffsäure darzuste],len, dadurch, dass man Jodnatrium, sowie das Chlornatrium, mit "\vasser.haltiger Schwefelsäure der Destillation unterwirft: so erhält man eben.falls nur die dunkelbraune Verbindung, weil die Jodwasserstoffsäure dureftdie Schwefelsäure zersetzt wird, wobei sich Wasser und schwefelige Siiui £bilden, während Jod abgeschieden wird. Diese leichte Zersetzbarkeit desJodwasserstoffs ist es eben, was jene wesentliche Verschiedenheit zwischendiesem und dem Chlorwasserstoff bedingt, und verursacht, dass seine Gtwinnung in reiner Form mit Schwierigkeiten verknüpft ist. Aus eben dein,selben Grunde bann auch die therapeutische Wirksamkeit der Jodwasserstofsäure nicht als eine selbstständige, in keiner Beziehung zu der der Bestand.theile stellende betrachtet werden, wie dieses mit der Salzsäure der Fall ist,sondern sie muss zusammengesetzt sein aus der des reinen Jod's uiul desJodwasserstoffs.
Bucbanan, welcher ebenfalls die medicinische Anwendung der Jod-w'asserstoffsäure empfiehlt, als eines Mittels, welches der nachtheiligen ]\Vbenw r irkungen des .Jods ermangelt, und auch von den Kranken ohne Wider.willen gebraucht wird, lässt sie zu diesem Bebufe bereiten durch Vermischenzweier Auflösungen, die eine von 11 Th. Jodkalium in 50 Th. Wasser, dieandere von 9 Th. Weinsteinsäure in 50 Th. AVasser, Absetzcnlassen in einemdamit ganz angefüllten, w r ohlversch]ossenem Gefässe, und Abgiessen von demabgeschiedenen AVeinstein. Die Dose von diesem Präparate, worin auf jedeDrachme 5 Gr. Jod enthalten sind, wurde in einigen Fällen bis auf eineUnze dreimal täglich (also % Drachmen Jod in Zeit von 24 Stunden) gestei-gert, ohne dass nachtheilige Zufälle erfolgten. Das irischbereitete Präparathat eine reingelbe Farbe; es darf nicht in grosser Menge vorräthig gehalten,und auch vor dem Zutritte der Luft wohl verwahrt werden, gegenfalls esbald eine Zerlegung erleidet, in Folge dessen die Farbe durch Ausscheidungvon Jod immer dunkelcr, und die Wirkung der der Jodtinctur immer alnili-eher wird.
') Der JTodschwefel (Sulfur jodatum) ist als äusserllches Mittel inVermischung mit Fett gegen verschiedene Arten von Hautkrankheiten, wiees scheint mit glücklichem Erfolge, angewandt worden. Man bereitet dieseVerbindung, indem man ein Gemeng aus 4 Th, Jod und 1 Th. Schwefel ineinem Medicinglase im Sandbade gelind erhitzt, dann erkalten lässt, hieraufdas Glas zerschlägt, die stahlgraue, glänzende, kristallinische Masse feinzerreibt und in einem wohl verwahrten Gefässe aufbewahrt. Der Jodsclnve-fel ist eine sehr lose Verbindung, deren Bestandteile sich schon hei eineretwas höheren Temperatur, als die ist, wobei sie gebildet wird, trennen, in-dem Jod gasförmig entweicht und Schwefel zurückbleibt. Alkohol zieht dasJod aus und lässt den Schwefel zurück.