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(Natriumchlorid) durch Sublimation gewonnen, wobei einerseits schwe-felsaures Natriumoxyd (Glaubersalz) und andererseits Quecksilberchlo-rid entstellt. Es kann auch unmittelbar auf nassem Wege durch Auf-lösen von Quecksilberoxyd in Salzsäure erhalten werden. Es bestehtin 100 Theilen aus 74,1 Quecksilber und 25,9 Chlor, enthält dem-nach weder Sauerstoff noch Wasserstoff in seiner Mischung und wirdnur mit Unrecht auch salzsaures Quecksilberoxyd (Hydrargyrum oxy-datum muriaticum. Muriate de Mercure suroxyde) genannt.
b. Das Aetzsublimat krystallisirt in farblosen, vierseitigen, pris-matischen Säulen oder zarten Nadeln, gewöhnlich kommt es aber inFragmenten von schüsseiförmigen weissen Broten, welche durchschei-nend sind, einen muscheligen Bruch und mattweissen Strich darbie-ten, das spec. Gew. ist =s 5,42; er ist geruchlos, schmeckt scharf,ätzend, widerlich metallisch, wirkt höchst giftig. Es löst sich in 16kaltem und 3 kochendem Wasser, in 1 / % kaltem Weingeist und 3Aether auf. Die Auflösungen röthen Lackmuspapier, färben Veilchen-saft grün und werden vom Sonnenlicht unter Absatz von Kalomel zer-setzt und wirken dann auf Veilchensaft wie eine Säure. Zusätze vonSalmiak, Kochsalz oder überhaupt von einem salzsauren Salze undselbst Salzsäure vermehren die Auflöslichkeit des Aetzsublirnats inWasser bedeutend, indem leichtlösliche Doppelsalze entstehen, undverhindern die Zersetzung durch das Licht, so wie sie auch über-haupt die Zersetzung des Aetzsublirnats durch viele organische Sub-stanzen, als Zucker, Gummi, Stärkemehl, wo nicht ganz verhindern,doch mindestens sehr verzögern.
c. Zersetzungen, denen das Aetzsublimat unterworfen.Kaustische fixe Alkalien (Kali, Natron, Kalk) in geringer Menge zueiner verdünnten Auflösung von Aetzsublimat in Wasser gesetzt, brin-gen darin einen rothbraunen, aus Quecksilberoxyd und Aetzsublimatbestehenden Niederschlag hervor, welcher durch weitern Zusatz desFällungsmittels hellgelb wird, sich in Oxydhydrat umwandelnd. Solange der Niederschlag noch rothbraun erscheint, hält die Flüssigkeitnoch Aetzsublimat und Quecksilberoxyd gelöst; wenn der Niederschlaghellgelb geworden, aber nicht mehr; sie enthält dann nur noch etwassalzsaures Alkali und eine ganz geringe Menge Quecksilberoxyd inAuflösung. Ein Zusatz von Zucker, Gummi, Quittenschleim oderHonig zu der Sublimatlösung verhindert die Fällung von.Quecksilber-oxyd beim Hinzumischen des Alkalis, z. B. des Kalkwassers, dochsetzt sich nach längerer Zeit ein grauer Bodensatz ab, welcher ausKalomel und metallischem Quecksilber besteht, und welcher auch ohneden Zusatz des Alkalis entstanden sein würde, nur weit langsamer.Wenn das Alkali sogleich anfänglich zu der Sublimatlösung zugesetztwird, so wird der einmal entstandene Niederschlag durch spätem Zu-satz eines der genannten organischen Stoffe nicht wieder aufgelöst,geht aber nach einiger Zeit aus dem Gelben in das Graue über.Enthält die Sublimatauflösung gleichzeitig ein Ammoniaksalz, so istder durch Alkali hervorgebrachte Niederschlag nicht gelb, sondernweiss. Kohlensaure fixe Alkalien, ebenso Borax bringen in Sublimat-auflösung rothbraune Niederschläge hervor, welche Verbindungen vonAetzsublimat mit Quecksilberoxyd in abweichenden Verhältnissen sind,
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