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flamme und dem dabei sich entwickelnden blendend weissen Lichte___,
Wie IScinheit ergiebt sich aus der vollständigen Löslichkeit in Salz.säure zu einer farblosen Flüssigkeit, welche durch Schwefelwasser-stoff weder vor, noch nach dem Zusätze von Ammoniak getrübt wird.Diesen Forderungen entspricht übrigens nur der durch Brennen vonreinem Marmor oder Kalkspath gewonnene Kalk; der Kalk aus Kreideoder gemeinem Kalkstein enthält mehr oder weniger Kieselerde, Thon-erde, Fisenoxyd; der Kalk thierischen Ursprungs enthält phosphor-sauien Kalk.
§ 151. Kalksalze. Der Kalk ist eine mächtige Base und schei-det in Folge ihrer starken Anziehung zu den Säuren das Ammoniakdie Talk- und Thonerde, die basischen Oxyde der schweren Metallein manchen Fällen sogar die fixen Alkalien aus ihren Verbindungenmit Säuren aus. Die Kalksalze (Sales calcici) sind in Wasser tlieilslöslich, theils unlöslich; die unlöslichen werden durch einen Ueber-maass von Säure aufgelöst, mit Ausnahme jedoch des schwefelsaurenKalkes (Gyps), welcher in überschüssiger Säure nicht viel löslicherist als in Wasser. Die in Wasser löslichen Kalksalze sind vollkom-men neutral, besitzen einen bittern stechenden Geschmack und wer-den durch alle Salze zerlegt, mit deren Säure der Kalk eine in Was-ser unlösliche Verbindung eingeht, so durch kohlensaure, schwefel-saure, phosphorsaure, arsen- und arsenigsaure, oxal-, citron- undweinsteiusaure SaJze, ebenso auch durch alkalische Seifen.
Vor allen Säuren besitzt indess die Oxalsäure die grösste Affi-nität zum Kalke, so dass sie ihn aus der Verbindung mit jeder an-deren Säure trennt, damit ein in Wasser und schwachen Pfianzensäu-ren fast absolut unlösliches Salz erzeugt und daher auch vorzugsweiseals Erkennungsmittel des Kalkes in Auflösungen dient.
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Calearia carbonica.
Carbonate de Chaux.
(Chaux carbonatee.J
Kohlensaurer Kalk.
§ 153. Kohlensaurer Kalk. Dieses Salz kommt im Mine-ral - und Thierreich in grosser Menge und unter verschiedenen For-men und verschiedener Beinheit (Kalkspath, Marmor, Kreide, Mu-schel- und Austernschaalen u. s. w.) vor, und kann auch künstlichdurch Fällung eines in Wasser aufgelösten Kalksalzes durch ein koh-lensaures Alkali gebildet werden. Weder der mineralische, noch derkünstlich dargestellte kohlensaure Kalk werden als Arzneimittel ange-wendet, wohl aber der animalische, nachdem er durch Auskochen mitWasser und sorgfältiges Waschen von den organischen Gemengtheileubefreiet und nach dem Trocknen in feines Pulver verwandelt worden.Der also zum Arzneimittel vorbereitete kohlensaure Kalk führt ver-schiedene Benennungen, welche sich auf seinen Ursprung beziehen,so unterschied man früher Conchae prueputatae, Testete ovoriim ppt,Lapides Cancrorum ppt., welche verschiedene Mittel, indess alle nureinen und denselben chemisch gleichartig zusammengesetzten Körper