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Grundriss der Pharmakognosie des Pflanzenreiches : zum Gebrauche bei akademischen Vorlesungen, so wie für Aerzte, Apotheker und Droguisten entworfen
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Gummiharze.

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ihn aus Harz mit Knoblauchsaft künstlich nachbilde, ist eine Fabel. Wird Asafoetida in Mixturform gegeben, so mufs sie entweder mit Gummischleim oderEidotter abgerieben werden. Einige Pharmakognosten nehmen an, dafs Ferulapersica Linn., die das Sagapenum liefert, die Stammpflanze des stinkendenAsands sey. In neuester Zeit behauptet diefs Szowitz. Nach Kämpfer ist«•er Geruch des frischen Stinkasands so stark, dafs eine Drachme frischer,flüssiger Saft stärker riecht, als 100 Pfund trockner Stinkasand. Auf denSchiffen soll man ihn beim Transportiren an die Mastbäume binden. Zubemerken ist es noch, dafs Stinkasand aus der Levante und Ostindien ausge-führt wird.

Nr. 560. GUMMI-RESINA EDELLIUM.

Bdellium. Gummi Bdellium. Bdellium arabicum. Bdellium indicum.Myrrha imperfecta. Aflatoon (Arab). Mukul (Pers). Googoo-loo (Tel.). Kookool (Tarn.). Googul (Hind). Googula (Cyng.).Bdellium.

Amyris Niouttoutt Adanson. Bdellium-Balsamstrauch. Octan-dria, Monogynia. CI. VIII. Ord. 1. Familie der Terebinthaccen.

Dieser Baum, welcher dem Myrrhenbaum sehr ähnlich seyn soll, liefertnach dem Bericht des Dänen Forskai das Bdellium. Es kommt ausArabien und Ostindien, und ist ein schon längst bekanntes Heilmittel. Fin-det sich bis zu taubeneigvol'sen Stücken von unbestimmter Form. Von Farbe istes gelb, röthlichgelb, bräunlich, schwarzbraun. Die hellen Stücke sind durch-scheinend, manche besitzen aussen Fettglanz. Auf dem Bruche ist es uneben,zeigt Wachsglanz. Geruch schwach , eigentümlich. Geschmack balsamisch, bit-ter, an Myrrhen und Terpentin erinnernd. Es ist ziemlich spröde, wird aber,der feuchten Luft längere Zeit ausgesetzt, weicher, zwischen den Fingern knet-bar. Diefs gilt vorzüglich von den helleren, durschscheinenden Stücken. Speci-fisches Gewicht 1,371. In Kalilauge ist es vollkommen löslich. Es soll nocheine andere Sorte in grofsen, unförmlichen Stücken vorkommen. Analysirt vonPelletier und Jan ike(1816). Es enthält viel Tragantstoff. John hält denselbenfür kautschukälmlichcs Harz. Verfälschungen sollen statt finden mit einer gerin-gen Sorte Myrrhe, mit der es auch Aehnlichkeit hat, mit arabischem und Kir-schengummi. Von Daucus hispanicus Gouan, im südlichen Europa zu Hause,hat man das Bdellium ebenfalls abgeleitet. Man soll davon eine eigene Art,Bdellium sicilianum, sicilianisches Bdellium erhalten. Von Boras-sus flabelliformis Linn. (CI.XXII. Ord. 6.) leitet es jedoch mit Unrecht Spren-gel ab. Das Extract der Früchte dieser Palme soll das ägyptische Bdel-lium, Bdellium aegyptiacum seyn. Andere glauben, dafs es von Cha-maerops humilis abstamme, während Andere Hyphaene Cuciphera Pers. (CI. VI.Ord. 3.) für die Stammpflanze halten. Da das Bdellium viel Aehnlichkeit mit derMyrrhe hat, so ist es nicht unwahrscheinlich, dafs ein Balsamodendron dieStamm-pflanze ist. Das als Bedola oder als Bedolach in der Schöpfungsgeschichteaufgeführte Mineral scheint eine zweifache Bedeutung zu haben und bald denLasurstein, bald das Bdellium zu bedeuten. Das Opocalbason der Alten,Bdelliu m Opocalbason soll eine gummige, wachsartige, der Myrrhe ähn-

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