338
G uramen,
Aus den älteren Stummen fliefst nach Beratung der Rinde ein zähes Gummi,weltk's sieb an der Luft und Sonne verdichtet und mehr oder weniger abgerun-dete, ungleiche, durchscheinende oder duFchsicbtig'e, gelblicbrothe oder rothbrauneStücke darstellt. Dieses Gummi ist hart, auf dem Brach« muschelig, glänzend, Geruchund Geschmack fehlen. Es quillt im Wasser auf, ohne sich ganz aufzulösen und ent-hält Bassorin: Geras in: Pruain: Tragantstoff. Auch von Prunusavium Linn., Prunus domestica Linn. und Prunus Armeniaea Linn. wird eindem Kitschengummi sehr ähnliches gesammelt. Vergleiche Nr. 389.
Nr. 527. GUMMI KÜTERA.Gummi Kutecra. Gummi Kutira. KutiragummiJ Kuteragummi.
Die Stammpflanze ist noch nicht bestimmt, vielleicht Acacia leucopbloeaWilld. (Ci.XVI. Ord. 11.) oder auch eine Simaruba, da das Kutera Achnlichkeitmit dem Simarubagummi hat. Stücke von verschiedener Gröfse: aussen mit vie-len unregelmäfsigen, tropfenförmigen Erhabenheiten, innen glatt, öfters mit daransitzendem Bast. Es ist schwach durchscheinend, weifs, sebmutzigweifs oderauch bräunlich, hart, auf dem Bruche ungleich, muschelig und matt. Es läl'stsich schwer pulvern, quillt im Wasser stark auf, hat einen schwachen Essigge-ruch , der jedoch öfters auch fehlt. Jodalkohol färbt es nicht blau. Steht zwi-schen Bassorin und Tragant. Dient in den Färbereien, so wie zum Verfälschenvon Tragant; fand sich als falsches Gummi im Handel, ist jedoch keinKunstproduct aus Amylum, wie Hermbstädt angiebt.
I
r <
m
Nr. 528. GUMMI TRAGACANTAE..Tragacanta. Tragant. Tragantgummi. Dragant. Agragant.
1) As trag a lux verus Oliv. Aechter Tragant. Diadelpbia, Decan-dria. Cl.XVII. Ord. 6. Familie der Leguminosen.
2) Astragalus gnmmifer JLabill. Gummitragender Bocksdorn.S) Astragalus aris latus II er it. Astragalus setnpervirens Lam.
Astragalus Pseudo-Tragacantha Pall. Astragalus Tragacanlha yill.Phaca Tragacantha All. Immergrüner Bocksdorn.
Der Tragant ist schon seit langen Zeiten bekannt und wird von den ange-führten Pflanzen, die sich in Persien, Syrien, Kaukasien und Armenien finden,vielleicht noch von mehreren andern gesammelt. Die Annahme, dafs Astragalus Tra-athaLinn. und Astragalus,creticusL am. die Stammpflanzen seyen, bestätigt sichnicht. Es kommen zwei Sorten des Tragants vor, die der an verwundeten Stellen ausder Rinde ausgeflossene und an der Luft verhärtete Saft sind:
a) Morea Tragant. Gedrehte, fadenförmige, schmale oder breitere, öf-ter gewundene Stücke, die gewöhnlich weifs sind. Die gröfseren, unregelmäfsi-gen Stücke sind zusammengeflossen , gelblich oder gelblichbraun. Werden dieweifsen, wurmförmig gewundenen Stücke ausgesucht, so stellt diefs den soge-nannten V er m i Celle dar, von dem es mehrere Sorten giebt.
b) Smyrna Tragant, Blättertragant. Ziemlich grofse, breite, dünneSKickej die selten wurmförmig gewunden sind. Mau bemerkt concentrische. bogenför-mige, halbrunde Erhabenheiten. Ihre Farbe ist gröfsfentheils weifs, selten findet