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Grundriss der Pharmakognosie des Pflanzenreiches : zum Gebrauche bei akademischen Vorlesungen, so wie für Aerzte, Apotheker und Droguisten entworfen
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Zuckerartige Stoffe.

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^ittelstücke herausgeschlagen und zerstampft, so giebt diefs den wahren Puder-2u cker. Doch sind diese Benennungen sehr abweichend, so wie auch heimMieden in Ostindien und Westindien verschiedene Abänderungen statt finden. Inden europäischen Zucker siedereien, Zuckerraffinerien oder Zucker-^äckereien, weiden die rohen Zucker, die entweder in Fässer, Körbe oderListen von Zuckerkistenholz gepackt sind, gereinigt. Es geschieht diefs auf dieni anchfaltigste Weise, indem man durch einen Zusatz von Kalkwasser, Ochsen-l>lut oder Knochenkohle den Zucker reiner und weifser zu erhalten sucht. InEngland durch Zinkvitriol: Wilson. Auch Bleyzucker wurde als Reinigungs-mittel empfohlen. Die meisten Zuckerraffinerien befinden sich in Holland, Eng-end und in Norddeutschland, allein auch in Siiddeutschland sind in der letzten2.eit solche Anstalten- entstanden. Wird die Krystallisation des Zuckers nicht ver-hindert, was bei dem Hutzucker der Fall ist, so erhält man den Candiszucker,Candelzucker, Zuckercand, Saccharum candum, Saccharum can-*um. Der weifseste Hutzucker heifst R af f i n ad, von dem e» mehrere Arten giebt;die gewöhnliche Sorte ist als Melis bekannt. Geringer ist der Lum p en zu ckeru nd der B as t ar dz uck er ; Kochzucker ist der geringste. Der raffinirte Zuckerkommt in cylindrischen, oben spitzen, mit blauem Papier und Schnüren umwun-denen Stücken vor. Von Farbe ist er weifs, gelblicbwcifs, auch blaulichweifs,indem man ihn mit Indigolösuug färbt. Schmutzig weifser Zucker ist durch Con-ferva mueoroides Agar., so wie durch Syncollesia Sacchari Dyk. gefärbt. BeideCryptogamen wurden von Van Dyk und Van Beck zuerst entdeckt. Kalk-Wasser tödtet sie. Weifser Zucker ist geruchlos, Rohzucker zeigt jedoch eineneigenthümlichen Gährungsgeruch. Geschmack ist rein süfs, jedoch schmeckt Raf-"nad nicht so süfs , wie Melis. Auf dem Bruche ist er gleich, feinkörnig. Spe-zifisches Gewicht, 1,6065. DieKrystallisationsform ist ein klinorhombisches Prisma(Hendyoeder) : Kobell. Analysirt von Ure (1823), Bcrzelius, Cr um,"henard. Döbereiner hält den Zucker für kohlensauren Kohlenwasserstoff,"er Zucker läfst sich leicht stofsen, wobei er (im Dunkeln) phosphorescirt. MitFruchtsäften u. d. g. giebt er die Säfte (Syrupi), er löst sich im Wasser leichta uf; von kochendem Alkohol wird er schwieriger aufgenommen und krystallisirtbeim Erkalten in pulverigem Zustande. Gelinde geschmolzen wird er braun undverbreitet einen angenehmen Geruch. Er zieht die Feuchtigkeit aus der Luft an.So nennt man ihn Caramel, Saccharum tos tum, gebrannten Zucker.Weiter erhitzt verbrennt der Zucker mit heller Flamme und hinterläfst eine volu-minöse Kohle. Auf viele Metallsalze Wirkt er reducirend. Sublimat wird in Ca-lomel umgewandelt. Essigsaures Kupfer mit Zucker gekocht wird zerlco-t undMetallisches Kupfer hergestellt. Arseniksäure wird durch Rohzucker nach und«ach rosenroth: Eisner. Er befördert die Auflösbarkeit viel« Erden: Ramsay,Mit denen er sich so, wie mit einigen Alkalien und Mctalloxydcn verbindet. InWasser aufgelöst geht er leicht in Gährung über, giebt hierbei beinahe gleiche"ewichtstheile Alkohol und Kohlensäure: Gay-Lussac. Säuren verändern ihn.*tit Weinsteiusäure gekocht verwandelt er sich in Krümmelzucker. Der Zucker*>rd verfälscht mit Milchzucker, kommt wohl jetzt selten vor. Verunreinigt ister mit Kobaltglas (Schmälte), um ihm ein schön bläuliches Ansehen zu ertheilen:ß ougeret. Eisenvitriol: Liphardt, wohl nur zufällig. Mit Kalk, was sichUr ch Zusatz von kleesaurem Ammoniak in einer Zuckerauflösung entdecken läfst: