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Grundriss der Pharmakognosie des Pflanzenreiches : zum Gebrauche bei akademischen Vorlesungen, so wie für Aerzte, Apotheker und Droguisten entworfen
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Rin den.

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Es geschieht diefs durch die Korkschneider mit wenig gebogenen Messern. LangeMedicinkorke nennt man Taupetten, Analysirt von Clievreul: enthältKorkstoff und dieser grebt durch Behandlung mit Salpetersäure Korksäure.Die durch Verkohlen erhaltene Korkkohle führt den Namen Spanischschwarz. Dasschwammige Holz der Euphorbia balsamifera A it. (Cl. XXI. A.) dient auf den cana-risehen Inseln zur Anfertigung von Pfropfen. In Brasilien liefert Bignonia uli-ginosa Gomez (Cl. XIV. Ord.2.) den Kork, und das Mark der Pourretia tubercu-lataMari. (Cl. VI. Ord. 1.) wird eben so benützt. Ulinus suberosaMö nch. undAccrcampestre (Cl.VIII. Ord. 1.), in Deutschland vorkommend, haben ebenfalls einekorkartige Rinde.

Nr. 217. CORTEX ULMI.

Cortex Ulini interior. Cortex Ulmi pyramidalis. Rüsterrinde. Ul-menrinde.

Ulmus campes tris Linn. Ulmus glahra Sm. Ulmus montana Sm,Vhnus nuda Ehrh. Ulmus sativa Abel, ülmus scabra DuRoi. GemeinerPiaster, Pentandria, Digynia. Cl. V. Ord.2. Familie der Amentaceen.Abbild, der Rinde: Göb. Waarenk. Bd. I. Taf. XX. Fig. 11. 12.

Ein schöner Baum, der ein hohes Alter erreicht. Die innere Rindo derAcste und Zweige, im Frühjahre gesammelt. Von der Oberhaut befreit, erscheintsie blafsgelb, wird jedoch beim Trocknen gelb'ichroth und rollt sich auf, DieRinde ist sehr zähe und biegsam. Geruch fehlt. Geschmack zusammenziehend,wenig bitterlich. Analysirt von Rink. Man findet öfters die dicke, rissige,braune Rinde des Stammes. DieBlätter dienen alsThee. Ulmus effusa W i 11 d. undUlmus suberosa Müucls haben Rinden, die von der ächten Clmenrindo in Nichtsabweichen.

Nr. 218. CORTEX WINTERI.

Cortex Winteranus verus. Cortex Magellanicus. Cinnamouium Ma»gellanicum. Wintersrinde. Wahre Wintersrinde. MagellanischeRinde. Magellanischer Zimmt.

Drimys IV int er l Forst. Winteret aromatica Murr. Winteranaaromatica Solander. Gewürzhafte Wintere. Polyandria, Tetragynia. Cl. XIII.Cid.4. Familie der Magnoliaceen.

Abbild, der Rinde: Gilb. Waarenk. Bd.I. Taf. III. Fig.5. 6. 7.

Durch Winter 1579 in England zuerst bekannt. In Brasilien und im südli-chen Amerika zu Hause. Gerollte oder riuncnfijrmige, oft einige Fufs lange, bis5 Linien dicke Rindenstücke, Aussen ziemlich glatt, hellgraugelblich oder in'sBräunliche gehend. Häufig finden sich dunkle Flecken. Die innere Seite ist nel-kenbraun, meistens glatt und mit dünnen Fasern besetzt. Der Bruch uneben,kurzfaserig. Die Rinde ist ziemlich hart. Der Geruch wenig aromatisch, trittjedoch beim Zerstofsen sehr kräftig hervor und ist dann zimmt - und nelkenartig,"ach Pfeffer. Der Geschmack ist aromatisch, brennend, stark, anhaltend. Analy-st von Henry. Sic wird verwechselt häufig mit Cortex Cancllae albae (Nr. 159,)"nd Corte* Culilaban (Nr. 189). Sehr nahe verwandt ist Drimys granatensis.