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Wurzeln.
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Ein windender Strauch Deutschland'». Man sammelt im Frühling oder Herbstdie pfcifenstieldicken und dickeren schwacheckigcn Stengel: getrocknet sind siemit einem gelbgrünlichen Oberhäutchen bedeckt: wird dieses entfernt, so tritteine grüne Schichte hervor. So zubereitet finden sie sich an einigen Orten imHandel. Das lockere Holz ist innen hohl und mit einem weifsen leichten Markerfüllt. Frisch ist der Geruch widerlich, beim Trocknen geht er verloren. Ge-schmack anfangs bitter, schwach reizend, dann süfs. Analysirt vonPfaff. EnthaltPicroglycion, Dcsfosscs Dulca marin. Ausserdem fand der letztere Chemi-ker das Solanin. Peschicr entdeckte eine eigenthümlicbe Saure. 10Pfund lie-fern 2 Pfund Extract. Verfälschungen sollen vorfallen mit den Stengeln von Lo-nicera Caprifulium (Cl, V. Qrd, 1.) und Lonicera Periclymenum; Ebermeyer.
Nr, 153. STIPITES VISCI.
Lignum Visci. Viscum. Fälschlich Viscus. Ligiiuin St. Ciucis.Viscum quernuni. Vißcum querciinun. Eichenmistel. Mispel.Mistel.
yiscum, album Linn. Gemeine Mistel. Tefrandria, Monogynia. Cl. IV.Ord. 1. (Nach Andern Cl. XXII. Ord. 1.) Familie der Lorantheen. Juss.
Eine Schmarotzerpflanze, auf Buchen, Linden, Birn - und andern Bäumen,findet sich selten auf Eichen: Gaspard. Die grünen Stengel und Zweige (vondenen wegen ihrer Dünne kein Holz gesammelt werden kann) mit den daransitzenden Blättern. Frisch besitzen letztere einen unangenehmen, harzigen Ge-ruch und krautartigen, schwach zusammenziehenden Geschmack. Die Beeren aiia-lysirte Henry: enthalten klebrige Materie: die Mistel selbst, Funke, Gas-pard (fand Gallussäure), Win kl er. Sie ist sich in ihrer organischen Beschaf-fenheit stets gleich, sie mag von einem Baume gesammelt werden, von welchemsie wolle: Gaspard. Früher unterschied man die Mistel nach den Gewächsen,aufweichen sie sich fand. Man hatte: Viscum Betulae, B i rken m i s tcl:Viscum Corylinus, Hasel mistel: Vis cum Q.u er ein um, Eichen-mistel: Viscum Salicis, Weidenmistel: Viscum T i 1 i a e, Linden mi-stel. Durch Auswaschen mit Wasser bereitet man aus den zerstampften Stengelnund Beeren, welche letztere früher officinell waren, den Vogelleim (Viscus aueu-parius): durch Gährung nicht, wie man allgemein glaubt. Zur Verwechslung die-nen die ihrer Rinde beraubten jungen und getrockneten Zweige der Eiche: manfindet sie im Handel weit häufiger als die wahre ächte Mistel. Die Mistelder Alten, welche auf Eichen vorkam, soll der in Italien ebenfalls parasitischwachsende Loranthus Enropaeus (Cl. VI. Ord. 1.) seyn: da sich nun Viscum al-bum selten oder nie auf Eichen findet, so ist es nicht unwahrscheinlich, dafs Lo-ranthus Europaeus die Mistel tjer Alten war; auf jeden Fall jst der Name Viscumquercinmn unrichtig.