Druckschrift 
2 (1813)
Entstehung
Seite
380
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f davon angefüllt werdenden Schmelztiegel, undftelle folchen mit einem Ziegelftück wohlbedecktin einem gut ziehenden Windofen auf ein Ziegelftück,und umgebe nun den Schmelztiegel mit todten Koh-len, die man behutfam und allmählig, damit derTiegel nicht reifse, durch wenige glühende Kohlenins Glühen verfetzt. Wenn hierdurch der Inhaltdes Tiegels in glühenden Flufs gekommen ift, foerhalte man fie noch eine Viertelstunde darin unteröfterem Schnellen Umrühren mit einem eifernenSpatel, giefse fie alsdann in einen eifernen roftfreyenSchaffen oder Topf aus, zerfröre die erkaltete Maffein kleine Stückchen, und hebe fie in wohlzuver-fchliefsenden Glasflafchen, gegen den Zutritt feuchterLuft verwahrt, auf.

Die erhaltene Maffe wird etwas mehr als ^ derangewendeten Materialien betragen.

$. 546.

Aetiologie oder Erklärung des Vorgangs bey der Bereitung

des Spiefsglanzfchivefelkali.

Wenn kohlenftofffäuerliches Kali und Schwe-felfpiefsglanz, der bis zum Schmelzen beider hin-reichenden Hitze ausgefetzt werden, fo findet fol-gender Vorgang Statt: Das Kali verbindet fich mitdem Schwefel des Schwefelfpiefsglanzes zum Schwe-felkali, welches das Spiefsglanzmetall, damit Schwe-felfpiefsglanzkali bildend, auflöft. Während cliefeVerbindung vor fich geht, entweicht die mit demKali verbunden gewefene Kohlenftofffäure gasför-mig, dazu theils durch die Einwirkung der Hitze,