Druckschrift 
2 (1813)
Entstehung
Seite
297
URN (Seite)
  
Einzelbild herunterladen
 

^*^V*A^W*<>A«»

«97

eine ftarke Glühhitze an, und fetzte das Gemengein einem Schmelztiegel unmittelbar zwifchen glü-hende Kohlen, wodurch ein grofser Theil Schwefelverflüchtigt wurde oder verbrannte. In jenem Jah-re aberzeigte Bucholz, dafs die Vereinigung bei-der Stoffe weit leichter und vorteilhafter in gerin-gerer Hitze bewirkt werden könne, nämlich: durchsErhitzen eines Gemenges von Schwefel und kohlen-ftoffläuerlichem Kali in einem eifernen Topfe unterUmrühren mit einem eifernen Piftill.

M. f. hierüber d. 2te Heft deffen Eeytväge zHr Erweite-Tung und Berichtigung der Chemie, Erfurt 1800.S. 24, 4,1. und deffen Almanach für Scheidekünftlerund Apotheker iur 1^05. S. 33 59.

i8o5 gab Kühn in Arnttadt eine etwas verän-derte Vorfchrift zur Bereitung des Schwefelkali, vor-züglich in der AbGcht, um die von ihm befürchteteVerunreinigung dei'felben mit Eifen nach der B u -cholz'fchen Vorfchrift, wenn es zur Schwefehnilchangewendet werden follte, zu vermeiden. Diefemzu Folge follte der Schwefel in einem irdenen Schaf-fen bey gelindem Feuer gefchmolzen und alsdanndas gepulverte getrocknete und erwärmte kohlen-ftofffäuerliche Kali unter Umrühren hinzugefügt wer-den. Indeffen zeigte Bucholz zu gleicher Zeit,dafs fich zwar auf diefe Art auch ein gutes Schwe-felkali bereiten laffe, dafs man jedoch nicht nöthighabe, fich deffelben wegen Furcht, nach derBucholz'fchen Vorfchrift ein zur Gewinnung derSchwefehnilch untaugliches Schwefelkali zu, erhal-ten, zu bedienen, weil das Schwefelkali bey Befol-