1970
Verschiedene Drohnen.
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ihre Farbe ist weife oder braanroth. Dr. Ficinus erhielt von Dr. Erd-mann ein rothes Stängelchen, welches stark nach Moschus roch undeinen brennend beifseatlen Geschmack hatte. Mit dem Messer ge-schält gab es eine gelbrothe Masse mit untermengten dunklerenPunkten. Weingeist und Wasser zogen aus dieser Substanz: schar-fes Harz 0,045, schwefelsaures Ammoniak 0,010, Extractivstot0.005, gummiges Extract 0,070. — Das in Wasser unlösliche wurdizerlegt in eisenhaltige Kohle 0,030, Manganoxyd 0,150, Talkerde0,020, Schwefel 0,238, Zink 0,250. Bucholz untersuchte ebenfallsdiese Substanz, erhielt aber ein so abweichendes Resultat, dafs manannehmen mufs, das Densue werde auf sehr verschiedene Weise zu-sammengesetzt. Bucholz fand nämlich in 1000 TheiJen 825 rothenSchwefelarsenik und 150 organische Substanz von scharfem bittermGeschmack und Moschusgeruch. Dieses letztere Densue soll beiEntzündungen und Geschwüren gebraucht werden. (Magaz. fürPharmacie. Bd. 11. pag. 130.)
Sipo de Chumbo. Brasilische Hopfenseide. Ein brasilischesArzneimittel. Nach Schweinsberg, Bündel dünner, runder, schwachgestreifter, etwas ästiger Halme oder Stengel, die eine bräunlicheFarbe haben, an denen man aber weder Blumen noch Blätter oderW'urzeln sieht; die Substanz ist geruchlos und von schwachem salzi-gem Geschmacke. Wasser färbt sich damit bräunlich und nimmteinen faden Geschmack an; salzsaures Eisenoxyd bewirkt darin einegrünliche Trübung, Galläpfeltinctur, so wie Ammoniak verhaltensich indifferent. Der weingeistige Auszug ist grünlich gefärbt, hatkeinen besondern Geruch oder Geschmack und trübt sich nicht aufZusatz von Wasser. Diese Stengel kommen sehr der getrocknetenCuscuta europaea, oder vielmehr der C. Epithymum nahe und wer-den als Wundniittel angewendet.
Allem Ansehen nach ist es dieselbe Drogue, welche Martiut(Pharmakognosie p. 181.) der Cuscuta umbellata Kunth oderC. racemosa Martius zuschreibt, und bemerkt, dafs C. miniata Mar-tius ähnliche Eigenschaften habe.
Tahocas com Bicuibo ist dieselbe Substanz, welche bereitsoben (pag. 326) als Bicuiba-Balsam erwähnt wurde.
Noch findet man in medicinischen, naturhistorischen und phar-maceutischen Werken , in manchen Zeitschriften, Reisebesehreibun-gen u. s. w. zum Arzneigebrauche dienende Droguen kürzer oderausführlicher beschrieben, und einige sind selbst nach Deutschlandgebracht worden, wie namentlich Herr Jobst hei der Versammlungder Naturforscher und Aerzte zu .Stuttgart im September 1831 beiseiner so instruetiven Droguen-Ausstellung, auch eine RadixChekang, Clayroot, Martelli, Cortex Tinquaribo n. 8.w. zeigte, die wir aber, wie so manche andere übergehen müssen,um den diesem Handbache zugemessenen Raum nicht allzu sehr zuüberschreiten.