1958
Rinden.
siits und adstringireml schmeckt, in Alkohol nur zum Theil, inAether gar nicht löslich ist, enthält 53 eisenbläuenden Gerbestoff,10 Gummi oder Schleim, 36 süfse Substanz. Der süfse Stoff wirdvon Schwefelsäure nicht gefällt, eben so wenig von essigsauremBlei, mit Hefe geht er nicht in Gährung über. (Aus der Lances,francaise in dem pharmaceut, Centralbl. 1839. p. 429.)
Cortex Pereiriae. Pereirarinde. Der Baum, von welchemdieselbe kommt, ist noch nicht genau bestimmt, es soll eine Speciesvon Cerbera seyn, aus der Familie der Apocyneen, und in den mei-sten südamerikanischen Provinzen wachsen, namentlich in Brasilien,wo er Pingnaciba, Pao pente, Pao Pereira genanut wird.
Nach B. Goos aus Hamburg, der eine chemische Analyse der
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4 Zoll breiten Stücken. Der innere Theil derselben hat eineschmutzige, gelbe, ins Hellbraune spielende Farbe, und besteht ausganz, glatten, dünnen, ziemlich zähen, sich leicht ablösenden, an-einander liegenden Lamellen, die sich als dünne Bänder nacheinan-der leicht abziehen lassen. Auf einigen Stellen zeigt diese untereSeite braune Flecken. Die Aufsenscite besteht aus einer lockern,grob und flachrissigen Borke (Schichte), welche zum Theil vonWürmern zernagt war, liefs sich leicht von dem innern, blättrigenTheil der Kinde (Bast) ablösen, und zeigte fast gar keinen Ge-schmack, während die innen» Bastlagen sehr stark und bitter schmeck-ten. Geruch zeigte die Rinde nicht.
Es wurde darin ein Aikaloid (Pereirin) gefunden, das im rei-nen Zustande ein gelblichweilses, fast ins Rotbuche spielendes Pul-ver darstellt, welches erst gar nicht bitter schmeckt, erst allmäh-lig beginnt der bittere, etwas ins Herbe übergehende Geschmack,aber bei weitem nicht so stark, als bei den Salzen des Alkaloids.Im Alkohol und Aether ist das Aikaloid in jedem Vcrhältnifs lös-lich, weniger im Wasser. Die Salze sind grofsentbeils in Wasserund Alkohol löslich. Sonst wurde in der Rinde noch gefunden:ein bitterer, harziger Extractivstoff, etwas Gummi, eine geringeMenge Amylum und eine Pflanzensäure, an welche das Aikaloidin der Rinde gebunden ist. In Rio de Janeiro dient sie als Fieber-mittel und wird häufig von den Aerzten in den Hospitälern ange-wendet. (Pfaffs Mittheilungen. Jahrg. 5. pag. 53. Berliner Jahr-buch für die Pharmacie XML p. 95—134. Pharm. Centralbl. 1839p. 610.)
Cortex Pocgcrcbae. Pokgerabarinde. Eine aus Südamerikakommende Rinde, von der Dicke einer Feder, bis zu der eines Fin-gers; sie ist zusammengerollt, zuweilen ästig, theils gerade, theilskrumm gebogen, hart und schwer, mit dunkelbrauner Oberfläche;sie ist geruchlos und hat einen schwach adstringirenden Geschmack.
Cortex Ungu entarius. Salbenrinde, soll von einem nord-amerikanischen Baume, aus der Gruppe der Ulmacecn kommen. Esist eine weifsliebgraue, auf beiden Seiten runzliche, zähe, bieg-