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Bd 2. Welcher die pharmaceutische Mineralogie, Botanik und Zoologie enthält Abt. 2. Pharmaceutische Botanik 2 (1840)
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1954
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1954

Wurzeln.

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2,u den Euphorbiaceen gehört. Ihre Zweige sind mit einem dich-ten Filze überzogen, welcher bei den Thieren, die sich, durch dasDickicht dringend, verwunden, einen blasenartigen Ausschlag ver-anlafst. Zerbricht man einen Ast dieser Pflanze im Dunkeln, sozeigt der auslaufende weifse, ätzende Saft einen Lichtschein, undwenn man den Zweig schnell bewegt, so bemerkt man deutlichFeuerstreifen. (Dies erinnert an die in Brasilien einheimische Eu-phorbia phosphorea Martius.) Jener Milchsaft erregt, auf die Hautgebracht, ein unerträgliches Jucken; trocken bildet er eine ArtCaoutchouc.

Radix Conjo seu'Congo, von einem unbekannten in Su-rinam einheimischen Baume. Die Wurzel gleicht der der Carexarenaria, sie hat einen aromatischen Geruch und Geschmack, undbesonders verbreitet das Decoct den Geruch des peruvianischen Bal-sams. Das Mittel soll stark auf Schweifs und Urin wirken undbesonders im südlichen Amerika gegen Elephantiasis im Gebraucheseyn. In Deutschland ist diese Wurzel unbekannt.

Radix Curcumae de B ata via Kurkuma aus BataviaTommon. Unter diesem Namen kam eine Wurzel oder vielmehrknolliger Wurzelstock vor, von birnförmiger oder spindelförmigerGestalt, zwei bis drei Zoll lang und oben fingerdick oder dicker,mit sehr runzlicher, geringelter Oberfläche und aufserhalb bräun-lich oder gelblichgrauer Farbe, innen ist die Wurzel orangegelbund gleicht in Hinsicht des Geruchs und Geschmacks ganz der ge-wöhnlichen Curcumawurzel. Vielleicht kommt sie von Curcumaviridiflora Roxburgh. (Geiger Pharmacop. universal, u. 235.)*).

Radix Helenae sanctae. Rad. Cyperi Hernand. SanctHelenenwurzel. Vielleicht die Wurzel einer bis jetzt noch unbe-kannten Art von Cyperus. Sie wird aus Amerika gebracht; es sindknotige, zolldicke, aufsen schwarze, innen weifse Stücke, die einenaromatischen , dem Galgant ähnlichen Geschmack haben. Das Pul-ver wird , mit Wein genommen, gegen Magenschmerzen und Harn-beschwerden gegeben, und die frische Wurzel in Badern als einStärkungsmittel gebraucht. Sonst tragen sie die Indianer als einAmulet gegen mancherlei Uebel, auch macht man Rosenkränze da-von u, s. w.

Radix lkan. Ikanwurzel. Eine aus China kommende, viel-leicht von einem Zwiebelgewächse abstammende, kleine, länglich-runde Wurzel, von der Gröfse eines Olivenkerns, die sich iu einendünnen Faden endigt, welcher der Stengelrest der Pflanze zu seynscheint; aufsen ist sie mit einem dünnen, gelbgrauen, runzlichenHäutchen versehen, auf welches eine hornartige, durchscheinendeSchichte folgt, in deren Mitte ein kleinerer, mit einem ähnlichenHäutchen überzogener Kern liegt. Die geruchlose Wurzel hat einennur wenig scharfen Geschmack.

*) Eine ähnliche oder vielleicht dieselbe Drogue erwähnt Nee», siehe obenpag 237.