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Bd 2. Welcher die pharmaceutische Mineralogie, Botanik und Zoologie enthält Abt. 2. Pharmaceutische Botanik 2 (1840)
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welcher die Beschreibung einiger rohen Pflanzentheileenthält, deren Abkunft bis jetzt unbekannt ist.

A. W u r z ein.

l&adix Caroli sancti. Sanct Carls Wurzel. Unter diesemNamen bewahrte man sonst die Wurzel einer unbestimmten in derProvinz. Mechoacan wachsenden Pflanze, die das Anschn des Hopfenshaben soll. Sie besteht aus einem dicken Wurzelkopfe, der sich inmehrere fingerdicke Aeste theilt Die Wurzel ist weifslich und hat,zumal in dem leicht abgehenden Rindentheile, einen aromatischenGeruch und bitteren, etwas scharfen Geschmack. Man schrieb ihrschweifstreibende und Brechen erregende Kräfte zu, und benutztesie gegen mancherlei Krankheiten, namentlich gegen Rheumatismenund Kopfschmerz, um das Zahnfleisch zu befestigen und die Zähnevor Verderbnifs zu bewahren, liefs man sie kauen, sonst diente sienoch bei unterdrückter Menstruation, Epilepsie n. s. w. In Deutsch-land scheint sie kaum jemals naher gekannt, oder angewendet wor-den zu seyn.

Radix Carawarai. Brechwurzel aus Demarara. Herr Dr.Hancock theilte der medicinisch-botanischen Gesellschaft in Londoneinen Aufsatz über dieses neue Arzneimittel mit; es dient als Eme-ticum und stammt aus Demarara. Die Wurzel, welche Brechen er-regende Eigenschaften besitzt, und von der einige trockne Stückevorgelegt wurden, gehört nach H. zu einer unbekannten Orchideen-Art, sie hat keinen Geschmack, bewirkt aber dennoch in viel klei-neren Gaben, als die Ipecacuanha Erbrechen, ohne Ekel zu erregen.H. berichtet, dafs diese Orchis-Art in der Gegend von Demararaso häufig sey, dafs sie wohl als Brechmittel eingeführt werden dürfe.Sigmond glaubt sie besonders zum Gebrauche für Kinder empfehlenzu müssen. In den deutschen Apotheken ist diese Wurzel noch un-bekannt.

Radix Cipo de Cameras. Unter diesem Namen wurde ausAmerika eine Wurzel gebracht, der man die Kräfte der gewöhnli-chen Ipecacuanha zuschrieb, und sie auch für eine gelbe Ipecacuanhaoder für eine Sorte von Caapeba, die schon oben bei den Meni-spermeen (S. 1491) berührt wurde, ausgab.

Man verwechsle damit nicht Cipo de Cunanan, eine an denUfern des Bendengo wachsende Schlingpflanze, die, wie man sagt,