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Bd 2. Welcher die pharmaceutische Mineralogie, Botanik und Zoologie enthält Abt. 2. Pharmaceutische Botanik 2 (1840)
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1873
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Malvaeeae.

1873

Jfc.

meistens einfache, rauhe, hellgrüne, steife, unten öfters hohle,oben markige Stengel treibt, die abwechselnd mit langge-stielten , unten öfters handgrofsen und größeren, herzförmi-gen, schwach sieben- oder füuflappigen, eckigen, oben dun-kelgrünen, unten etwas blasseren, kurz- und rauhhaarigenBlattern besetzt sind. Die Blumen erscheinen im Juli bis zumOctober zwischen den Blattwinkeln einzeln auf kurzen Stielen,gegen die Spitze der Stengel sehr genähert und bilden eineoft an zwei Fufs lange prächtige Traube; die ausgebreitetenCorollen haben oft 2 3 Zoll im Umfange; der aufsere Kelchist meistens sechstheilig, die Blumenblatter kommen mit man-cherlei Farben vor; man hat sie braun, purpurrot!), hellroth,gelb u. s. w., mit den verschiedensten, oft sehr schönenNuancen, auch sind die Blumen häufig halb oder ganz ge-füllt. Die Frucht hat ganz die Structur der vorigen Art, sieist gegen 3 A Zoll breit, und von dem bleibenden Kelche um-hüllt.

Sehr verwandt, oder nur Varietät ist Althaea sinen-sis Cavanill; sie ist jährig, der Stengel nur drei bis vierFufs hoch, die Blumen aber fast noch gröfser, als die derAlthaea rosea, welcher noch folgende Arten sehr nahe stehen :

Althaea pallida Waldstein et Kit., sie wächst inWeinbergen und an den Bändern der Wälder, um Wien, inUngarn, dem Banat und Dalmatien, wo mau sie auch aufWiesen und Hügeln findet. Sie ist zweijährig, der Stengelwie die meistentheils gelappten Blätter, borstig; und ihre Blatt-stiele mit rothen Punkten besetxt. Die Kelche sind borstig,der innere fünftheilig, die grofse Corolle blafs rosenroth undihre Blumenblätter zweilappig, gestreift.

Althaea ficifolia Cavanilles ist eine orientalischeArt, die in unsern Gärten nicht selten zur Zierde gezogenwird, auch gleich der gemeinen Stockrose mit zahlreichenSpielarten in Hinsicht der Blumenfarben vorkommt; sie istausgezeichnet durch bandförmig siebenlappige Blätter, mitlänglichen, stumpfen Segmenten.

Althaea meonantha Link, häufig auf der Insel Zantewachsend, auch um Patras in Griechenland gefunden, ist eben-falls der A. rosea sehr nahe verwandt, hat aber einen nieder-liegenden, filzigen Stengel, die Blätter sind herzförmig ge-kerbt, weifs, filzig, zumal in der Jugend, die Blumen vielkleiner, purpurröthlich (Linnaea Bd. 9. pag. 586.)

Officiuell sind die Blumen: Flores Malvae arbo-reae vel hortensis seu roseae. Man wählt dazu dieVarietät mit schwarzrothen Corollen, die gewöhnlich an derBasis gelblichweifs sind. Sie müssen mit den Kelchen abge-brochen und schnell getrocknet werden; gleich den übrigenArten sind sie geruchlos und haben einen süslich schleimigen