Malvaceae.
1871
Hundert Theile lufttrockner Wurzeln gaben
A. officinalis.
Fettes Oel..... 1,26
Pflanzenleim . . . . 1,81
Sehlcimzucker nebst Althaein 8,29
Schleim..... 35,64
Stärkmehl..... 37,51
Phosphors. Kalk .... 8,29
Pflanzenmark (pekt. Säure) . 11,o5
Faser...... 75o
m,35
A. uarbonensis.
1,09
8,0427,4839,75
9,25i3,88
9,63
no,83
Es geht aus dieser Untersuchung hervor, dafs die untergleichen Uniständen gewachsene Wurzel der Althaea officina-lis beträchtlich mehr Wasser, Oel, Pflanzenleim oder Kleber,Zucker und Schleim, dagegen ärmer an Stärkmehl, Pflanzen-mark, phosphorsaurem Kalk, Althaein und Pflanzenfaser ist,als die der Althaea narbonensis (Buchner Repertor. XLI. p.368—383.)
Nach Trommsdorff enthält die gemeine Altheawurzeleigenthümlichen Schleim, Schleimzucker, Satzmehl, Althaein,färbenden Extractivstoff, Weichharz, Faser, Kali und Kalkmit Aepfelsäure und Schwefelsäure verbunden, phosphorsau-ren Kalk und Chlorkalium #).
Güte, Verwechslung. Die Güte der Wurzel ergibtsich aus dem rein weifsen Ansehen, so wie aus der lockern,markigen Beschaffenheit und Brüchigkeit. Zähe, holzige odermifsfarbige, grün gefleckte, schimmliche, sauer oder schimm-lich riechende und säuerlich schmeckende ist zu verwerfen.Die Wurzel der Althaea rosea (s. d folgende Art), die stattihr in den Handel gebracht werden soll, ist aufsen mehr grau,uneben, zerfressen, weit grobfaseriger, die Fasern dergeschälten bilden deutlichere Furchen und fadenartige Erha-benheiten, auch ist sie im Innern poröser, zäher, häufig holzig,selten so weifs, sondern mehr gelblich als die wahre Eibisch-wurzel. Frisch riecht sie mehr widerlich scharf, trocken istsie geruch- und geschmacklos und entwickelt gekaut mehrkörnigen Schleim. Die Wurzel der Althaea rosea und derenAufgufs verhalten sich gegen Jod und salzsaures Eisenoxydwie der officinelle Eibisch. Ueber die im Handel vorkommen-den Eibischwurzeln sehe man auch die Bemerkungen des Apo-thekers Adam in Metz. Hänle Mag. f. Pharm. Bd. 5. p. 237.
Die Blätter kommen häufig von Insekten ganz zernagt,oder in so kleinen Bruchstücken zerbröckelt vor, dafs sie kaumzu erkennen sind, und dann verworfen weiden müssen. DieseZerstörung geschieht meistens schon in den Gärten durch den
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*) Neue Beiträge sur chemischen Kenn tnifs der Altheawurcel. Trommsd. JourBd. 19. St. 1. p. i56.