Büttneriaceae.
1853
öffnen. Jedes Fach enthält zwei oder mehr Saamen in einemWinkel des Mittelpunktes befestigt, sie sind von einer HülleQArillus^ umgeben oder mit einem Nabelanhang (_Slrophio-lum seu Curuncula) versehen, und enthalten in dem Mittel-punkte des fleischigen Eiweifses, einen um die Hälfte kleine-ren Embryo mit blattartig flachen oder aufgerollten Cotyledo-nen, bisweilen aber sind diese dick und fleischig, wo danndas Eiweifs mangelt.
Galtimg Theobroma L. Götterspeise.
(System. Linn. Polyadelphia Pentandria.)
Der Kelch besteht aus fünf gefärbten leicht abfallendenSegmenten; die fünf Blumenblätter djar Corolle sind an derBasis breiter und kappenartig ausgehöhlt, mit spatel- oderbandförmigem Saume. Zehn Staubfäden sind an der Basisbecherförmig verwachsen, fünf derselben haben Staubbeutel,die in der Höhle der Blumenblätter liegen, die fünf übrigensterilen haben einen linienartig-pfriemenförmige Gestalt. DerFruchtknoten trägt einen fünfspaltigen Griffel mit einfachenNarben, und hinterläfst eine nicht aufspringende, oval-läng-liche, fünfeckige Frucht mit lederartig-holziger Binde, diein jedem ihrer fünf Fächer meistens acht Saamen enthält,weiche in einem saftigen Fleische liegen.
Theobroma Cacao L.Wahrer Cacaobaum.
(Blackwell Herb, tab. 3;3. Plenk plant, med. lab. 578 Hayne Bd. 9, lab. 35.
Düsseid. Samml. Lief. 9 tab. 1. Mann ausländische Arzneipfl. Liefer. 1. tab. 6.
Guimpel et y. Schlechtendal t. 75. Zenker merkantil. Waarenk. Bd. 1. tab. 7.
Cacao sativa Lamark. C. minus Gärtner. C Theobroma Tussac.)
Der Cacaobaum ist im tropischen Amerika einheimisch,wo er besonders feuchte warme Thäler liebt 5 wild findet ersich nach Humboldt an den Ufern des Orinoco und Cassiquia-res, bei Vasiva und Capivari. Auf dem Festlande sowohl,als wie auf den Inseln zwischen den Wendekreisen wird erhäufig von der Meeresfläche an, bis zu einer Höhe von 1200Fufs cultivirt; namentlich in Mexico, Guatimala, Nicaragua,Venezuela, zumal in der Umgegend von Caracas, auf denAntillen und in Gujana. Es ist ein 12— 20 Fufs hoher, ziem-lich dicker, schöner Baum, mit brauner glatter Binde, oval-länglichen, zugespitzten, ganzrandigen, ganz glatten, ge-stielten, grofsen, 8 — 12 Zoll langen und über 2 Zoll breiten,in der Jugend rosenrothen, später dunkelgrünen, aderrippigenBlättern, zu denen noch zwei kleine linienförmige, abfallendeAfterblättchen kommen. Die Blumen, welche sich fast das
fanze Jahr hindurch entwickeln, kommen aus den Blattwin-eln mehr oder weniger gehäuft auf einblüthigen, fadenför-