1816
Zygophylleae.
G. jamaicense: foliolis bi-trijugis obovatis venosis,deorsuui decrescentibus. G. officinale ß jamaicens. L. Seb.Thesaur. 1. tab. 53. flg. 2.
Die Blattchen der ersteren Form sind dicker, lederartiger,kaum durchscheinend und von vielen gedrängten Nerven paral-lel gestreift, die der letzteren sind ungleich zarter, durch-scheinend , am Rande durchsichtig und von abstehenden Aderndurchzogen. Flora oder botan. Zeitung 1829. 1. pag. 65.
Officinell ist das Holz, Pockenholz, Franzosenholzoder Heiligenholz, Guajakholz, nebst der Binde und dasHarz, Lignum Guajaci seu sanctum, Cortex, Gum-mi seu Resina Guajaci nativa.
Das Holz, auch Lignum Vitae, Lebensholz genannt,kommt in grofsen, dicken, oft mehrere Centner schwerenStücken oder Scheiten vor, gewöhnlich aber geraspelt (Lig-num Guajacum raspati.m), in kleinen, mit Staub untermengtenSplittern. Es ist ein hartes, dichtes, schweres Holz, welchesim Wasser zu Boden sinkt. Je nach dem Alter des Baumes,oder nachdem es von dem Stamme oder Aesten herrührt, sowie die innern oder äufsern mehr splinthaltigen Schichten, be-stimmen seine verschiedene Beschaffenheit. Das beste, deninnern Kern oder die centralen Holzschichten älterer Bäumeausmachend, ist dunkel grünlicjibraun, schwach fettglänzendund sehr dicht. Die Fasern laufen in verschiedener Richtung,der Lange nach , zum Theil in Strahlen aus einander, sie sindnicht zähe, aber sehr hart, daher bricht das Holz beim Spal-ten sehr uneben splitterig; es hat 1,33 spec. Gewicht undsinkt schnell im Wasser zu Boden. Diesen innern Theil um-gibt, zum Theil scharf begrenzt, eine Lage helJgelbliches,mehr oder weniger ins Blafsbräunliche gehende, matte, derSplintconsistenz sich nähernde Schichte, diese ist weit leich-ter, so dafs sie selbst auf das Wasser gebracht anfangs aufdemselben schwimmt. Sonst ist die Structur der der Cen-tralschichte ähnlich, nur sind die Fasern etwas zäher undnicht so brüchig. Das Guajakholz ist geruchlos, verbreiietaber beim Reiben, noch mehr angezündet, einen angenehmengewürzhaften Geruch und schmeckt anhaltend gekaut eigen-thümlich reizend bitterlich. Der wässerige Aufguts wird durchsalzsaure Eisenoxydlösung etwas ins Bräunliche verdunkelt.
Die Rinde. Cortex Guajaci, seu Cortex ligniGuajaci. (Göbei AVaarenkunde tab. XXX. fig. 1 —5.) Siekommt in grofsen hand- oder fufslangen bis 6 Zoll breiten,flachen oder gebogenen, 2—3 Linien dicken Stücken vor.Aufsen ist sie uneben, rauh, rissig, dunkelgraubraun, insBläuliche, mit gelben Flecken, die innere oder Bastseite istglatt, gelblichgrau, die Bruchflächen hellbraun. Leicht läfstsie sich in mehrere Schichten oder Lagen spalten, zumal