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Bd 2. Welcher die pharmaceutische Mineralogie, Botanik und Zoologie enthält Abt. 2. Pharmaceutische Botanik 2 (1840)
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1834
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1834

Diosineae.

VI

wegen nicht erfolgter Entwicklung nur aus 12 Carpellengebildete Kapsel.

Galipea officinalis Hancock.Officinelle Galipea, wahrer Angusturabaum.

(Transactions of tne uiedico botanical Society of London Vol, 1. pavt. 1. Jul. 1829.

p. 16 28. tab. 2. Pharmaceut. CentralLl. i83i. p. 5o 59. Nr. 4. cum tat.

Orayuri der Indianer, Cascarilla oder Quina de Carony der Spanier.)

Der Angusturabainn wächst am Orinoco, auf Bergen inColumbien, zumal im Ueberflufs auf den Bergen nahe bei St.Joaquin de Garony, zwischen 70 und 80° N. Br. gelegen;eben so gut bekannt ist er in den Missionen von Tumeremo,Uri, Alta, Gracia und Capapui. Es sind dies die südlichenund niedern Missionen des Orinoco, in einer Entfernung von200 Meilen von der See aufwärts. An vielen Orten überziehter die Seiten der Strafse zwischen den Missionen von SanctAntoni und Villa Upatu, liebt einen fruchtbaren Boden, undblüht in einer Höhe von ungefähr 6001000 Fufs über derMeeresfläche. Selten oder nie wird er höher als 20 Fal's , bei35 Zoll im Durchmesser. Die Rinde ist glatt und änfser-Iich grau. Die gewöhnlich dreizähligen Blätter sind länglich,meistens 610 Zoll lang, 24 Zoll breit, glatt, glänzend,und geben frisch vom Baume gebrochen einen starken, demTabak sehr ähnlichen Geruch, wovon der Name Orayuri her-geleitet scheint. Die zahlreichen Blumen stehen in Aehrenoder Trauben, sie riechen nicht sehr angenehm. Der Kelchist glockenförmig, fünfspalti«:, behaart, kürzer als die Corolle.Diese ist röhrig, zolllang, filzig, aus fünf ungleichen Blumen-blättern zusammengesetzt; sie fallen beim Verwelken so ab,dafs sie um den Fruchtknoten und neben dem Blüthenbodeneinen schützenden Band zurücklassen. Die Nectarien sind li-nienförmige Blättchen, mit einer Drüse an der Spitze. Staub-fäden sind 7 vorhanden, von denen nur 2 Antberen haben, sodafs also diese Art eigentlich in die Diandria Monogynia zuzählen ist. Das Pistill besteht aus einem fünflappigen nieder-

fedrückten und in den lederartigen Blüthenboden eingesenktenruchtknoten, in der Mitte haarigem Griffel, und einer kopf-förmigen ungeteilten Narbe. Die Fruchthülle besteht ausfünf zweiklappigen, kurzen, hülsenähnlichen, höckerigenKapseln, von denen zwei oder drei gewöhnlich fehlschlagen.Im Jüngern Alter sind sie glatt, dünn und halb durchsichtig,bei herannahender Reife nehmen sie einen zottigen Ueberzngan. In jeder Kapsel befinden sich zwei Saamen, wovon eineroft fehlschlägt, sie sind kugelig, schwarz, von der Gröfseeiner kleinen Erbse, in einer häutigen Saamenhaut, welchewieder von einem stark elastischen Arillus umgeben ist, dermit Schnellkraft aufspringt und den Saamen zu einer beträcht-lichen Entfernung wegschleudert. Der Angusturabaum ent-