1820
Sünarubaceae.
mensdicken, geraden oder verschiedenartig gekrümmten Stük-ken vor, die meistens mit der Rinde begleitet sind. Diese(Göbel Waarenkunde. Tab. XXXI. flg. 3 — 6.) umgibt dasHolz nur ganz lose und kann leicht davon getrennt werden,das Oberhäutchen ist kaum l k Linie dick, aufsen ziemlichglatt, nur wenig runzlich, weich und schwammig anzufühlen,von Farbe weifslichgrau, zum Theil dem Gelblichen sich nä-hernd, mit dunkelgrauen Flecken und Streifen untermengt,selten mit Spuren kleinerer Krustenflechten bezeichnet. Dieuntere oder ßastseite besteht aus einer sehr glatten, weifsen,röthlich gestreiften, zuweilen ganz schwärzlich angelaufenenSchichte, welche Farbe sich bisweilen schon gleich unter derEpidermis zeigt. Die ganze Rinde ist locker, sehr leicht zer-brechlich, und läfst sich auch leicht zu einem grauen Pulverstofsen. Das Holz ist ziemlich hell, fast weifs, mehr oderweniger zum ßlafsgelblichen neigend, aufsen öfters grau oderbräunlich angelaufen, der Länge nach fein gestreift, ziemlichleicht, aber fest und zähe, sehr schwer zu pulvern, weshalbes am besten in Mühlen gemahlen wird. Das Pulver ist grau-lich-weifsgelblich, geruchlos, von einem sehr stark und an-haltend bittern Geschmacke. Diese Bitterkeit entwickelt sichlangsamer bei anhaltendem Kauen des Holzes, schneller beider Rinde, wie denn überhaupt die Quassie zu den bitterstenDroguen gehört. Salzsaures Eisenoxyd bildet in dem ver-dünnten wäfsrigen Aufgufs der Rinde grauliche Flocken mitbräunlicher Färbung, der des Holzes wird davon nicht merk-lich verändert.
Vielfältig ist das suriflamischeQuassienholz mit dem jamai-kanischen von der folgenden Art verwechselt, oder für iden-tisch gehalten worden, weshalb die näheren Nachrichten überdie Bestandtheile, Anwendung und Geschichte bei der Picraenaexcelsa zusammengestellt sind. Lindley erregte kürzlich Zwei-fel, ob wirklich noch Quassienholz aus Surinam in den Handelkommt, weshalb ich seine eignen Worte mittheile: 1 learnhowewer from M. Lanae who resided for niany years in Suri-nam, that although large quantities of Quassia were exportedSO or 30 years since, yet that for many years none has beencollected for that purpose, and he did not hear of a Single in-stance of its shipment during the 10 years he passed in Suri-nam u. s. w. (Flora medica. p. 207.)
Gattung Picraena Lindley. Bilterbaitm.
(System. Linn. Pentandria Monogynia oder Polygamia Monoecia«)
Die polygamischen Blumen haben fünf kleine Kelchblätt-chen und eben so viel längere Blumenblätter. Die fünf etwaszottigen Staubfäden haben rundliche Staubbeutel und sind un-gefähr eben so lang wie die Blumenblätter. Drei auf einer