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Bd 2. Welcher die pharmaceutische Mineralogie, Botanik und Zoologie enthält Abt. 2. Pharmaceutische Botanik 2 (1840)
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1816
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1816

Nymphaeaceae.

was erhabenen, grofsen, zum Theil rhombischen, dunkel-braunen Narben gefleckt, innen ist sie graulichweifs, locker,leicht, geruchlos, von etwas salzigem, dann bitterm und her-bem Gesehmacke. Im Wasser schwillt die Wurzel sehr anzu einer ganz porösen schwammigen Substanz; Jod färbt siedunkelgrünlich-schwarz; der wässerige Auszug wird vonsalzsaurem Eisenoxyd blauschwarz gefällt. Die trocknen ge-ruchlosen Blumen schmecken wie die Wurzel, doch minderbitter und^zugleich schleimig.

Vorwaltende Bestandteile: eisenbläuender Ger-bestoff und bittrer Extractivstoff. Nach Morin enthält dieWurzel Gerbestoff und Gallussäure, thierisch - vegetabilischeMaterie (oder vielmehr Stickstoff oder Ammoniak haltenderbittrer Extractivstoff), Fett und Harz, Schleimzucker, Schleim,Stärkroehl, Essigsäure, Weinsäure, Aepfelsäure, Phosphor-säure, Ammoniak, Kali, Kalk, Ulmin und Holzfaser.

Anwendung. Die Wurzel wurde ehedem als adstringirendes, die Blu-men als kühlendes Mittel gebraucht, aus den letzteren bereitete man Aquadestillata, Oleum coctum et Gonserva Nymphaeae albae. DieWurzel kann man als Nahrungsmittel , so wie zum Gerben und Schwarzfärbenbenutzen. Die Saamen hat man als Kaffeesurrogat vorgeschlagen.

Geschichte. Die alten griechischen Aerzte wendeten die Wurzel derweifsen Seerose mehrfach sowohl innerlich als äulserlich an. Nach Dioscori-des wächst die Pflanze häufig in dem Aniger, eiuem Flusse der ProvinzElis , so wie auch an einigen Orten in ßoeotien. Sibthorp fand sie in den Seenvon Thessalien, um Lupadia in Bithynien, auch in den Wässern von ArgolisUnd Zacynthus.

Kymphaea Lotiis L. Aegyptischc Seerose, wahre Lotusblume.Eine im Nil einheimische Art mit schildförmigen, kreisrunden, scharf ge-sägten, unten zart behaarten, an der Basis gelappten Blättern und weifsenBlumen. Wurzeln und Saamen werden in Aegypten zur Speise benutzt.

Verwandte Arten sind noch Nymphaea ampla Decandolle, N.p ubescens W., N. ther malis D ecand. , N. coerulea Sav., dieauch mit den vorigen in ihren Eigenschaften grofsentbeils übereinstimmenmöchten. Nymphaea odorata Willd. ist als ein kräftiges Adstringensin Nordamerika gebräuchlich.

Nuphar luteum Sibthorp et Smith. Nymphaea lutea L. GelbeSeerose, gelber Mummel. Eine der weifsen Seerose verwandte Art, diean denselben Orten vorkommt, und im Ganzen denselben Habitus zeigt;ihre Blätter sind etwas kleiner und mehr rundlich - herzförmig ; auch dieBlumen sind kleiner, doch ziemlich ansehnlich und gelb ; sie ragen einigeZolle über die Wasserfläche empor-, und bestehen aus einem fünfblätteri-gen Helch, dessen Theile convex, rundlich und gleich den 1018 Blu-menblättern hochgelb gefärbt sind; diese sind viel hürzer, stumpf und ge-furcht. Die Frucht bildet ein ziemlich grofses, fast birnförmiges, glattes,vielfacheriges, schwammiges, \on der Narbe gekröntes Gehäuse, das vielenackte Saamen einschliefst. Wurzel und Blumen: Radix et FloresNymphaeae luteae waren sonst officinell. Sie haben ähnliche Eigen-schaften, wie die der weifsen Seerose.

Euryale fe rox Salisb. Anneslea spinosa Roxb. Eine in den Seenund Sümpfen von Ostindien östlich von Calcutta einheimische Art mitschwimmenden schildförmigen, kreisrunden oder ovalen Blättern, die einbis vier Fuls im Durchmesser haben; Blatt- und Blumenstiele sind mitsteifen stechenden Haaren besetzt. Der Kelch besteht aus vier Blättchen,