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Geraniaceae.
misch ist, hat ebenfalls jenen Bisamgeruch nicht, er hat ei-nen aufrechten, steif behaarten Stengel, dreischnittige Blät-ter und ziemlich grofse blaue Blumen, welche viel gröfserezu Hygrometern taugliche Früchte hinterlassen.
Anwendung. Das Kraut wurde sonst häufig innerlich im Aufgusse alsdiuretisches Mittel und äußerlich zum Heilen der Wunden verwendet.
Geschichte. Caesalpin hielt diese ohne Zweifel nicht unwirksame Pflanzefür Pecten Veneris des Plinius, Lobelius aber für die Mvrrhis desselben Schrift-stellers; unter dem Namen Acus moschata scheint sie zuerst Euricius Cordus be-schrieben zu haben. Caspar Bauhin hielt Erodium moschatum und cicutariumfür eine und dieselbe Art, die nur durch den Geruch verschieden seyen. Unterdem Namen Geranion alter um erwähnt Dioscorides eine andere südlicheArt derselben Gattung, nämlich Erodium malacoides Willdenow,eine kleine jährige Pflanze, ausgezeichnet durch die borstige Beschaffenheit allerTheile und die herzförmigen blältchen. Von den eiförmigen Kelchblättchensind zwei schmäler dreinervig, drei breiter und fünfnervig, die kleinen Blumen-blätter, nebst den pfriemeuförnsigen Staubfäden sind purpurrolh,
Pelargonium o do ra tis siraum Aiton, Geranium odoratissi-mum L. Wohlriechender Rraniehschnäbel; in die Monadclphia Heptandriagehörend, ist eine am Kap der guten Hoffnung einheimische, perenni-rende, krautartige Pflanze, die bei uns häufig zur Zierde in Töpfen gezo-gen wird. Sie bildet einen kleineu runden Busch , von kurzen, dielten,gabelförmig ästigen Stengeln, mit gegenübersteh, nden, gestielten, rund-lich-herzförmigen, etwas eckig gekerbten, weich behaarten, zarten, gelb-licbgrünen Blattern besetzt. Die Blumen entspringen büschelweise ausden Astwinkeln und bilden vier- bis iünfblüthige Dolden; sie sind weilsund riechen stark aromatisch bisamartig, wefslialb die Pflanze von denGärtnern meistens Geranium moschatum genannt, auch wohl mitdem beschriebenen ächten verwechselt wird.
Pelargoniuin roseumWilldenow. Dasrotlie oder wahreRosen- Ger anium, Geranium revolutum Jacquin. Man hat sehr oftdiese Pflanze für einen Bastard gehalten, erzeugt aus Pelargonium RadulaAiton und P. graveolens Aiton; allein jetzt weii's man, dal's es eine eignegute Art ist, die wirklich am Cap der guten Hoffnung wild wächst. DerStengel wird 3—6 Fufshoch und ist gleich den Zweigen und Blätterndicht behaart. Letztere sind bandförmig getlieilt, oder fiederspaltig ge-lappt, am Rande umgerollt, die Einschnitte linien-lanzettförmig. DieBlüthenstiele und Belebe sind zottig, letztere in fünf Segmente getheilt.Die Blumen entwickeln sich vom April bis zum October und stehen in we-nigstrahligen Dolden; ihre Blumenblätter sind rosenroth, mit dunklen Adern.Die Früchte haben dieselbe Bildung, wie bei den Erodien.
Pelargoniu m capi tat um Aiton. Das blaue Rosen-Gera-nium, Geranium Rosa der Gärtner. Es ist gleichfalls am Cap einheimisch,hat aber herzförmige, gelappte, keineswegs tief eingeschnittene, sehr weichwollige Blätter, und vielbluthige, dicht, selbst kopfartig gedrängte Blu-mendolden , mit purpurblauen Blumenblättern.
Die Blätter beider Arten zeigen, mit den Fingern gerieben, einen un-gemein angenehmen Rosengeruch. Destillirt liefern sie ein ätherisches Oel,das dem der Rosen ganz ähnlich und leicht kristallisirbar ist, womit daswahre Rosenöl wohl häufig verfälscht wird. Man sehe Becluz im Magazinfür Pharm. Bd. 20. pag. 140, wo fälschlich die Pflanze Geranium odoratis-simum var. odore rosato genannt wurde. Ferner sehe man die Erfahrun-gen des Apotheker Vogelsang in Volkach. Trommsd, Journal. Bd. 20.St. 1. pag. 187.
Pelargonium Zonale Aiton. Gesäumter, Rranichschnabel. Ge-ranium Zonale L. hat mit den vorigen gleiches Vaterland. Der grüne,dicke , ästige Stengel wird 5 — 10 Fuls hoch. Die Blätter sind rundlich,